Unrühmliches Ende der Halloween-Party

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Natürlich wurde auch ganz normal und friedlich Halloween gefeiert. ▪

NEUENRADE/AFFELN ▪ Immer wieder musste die Polizei einschreiten und gar Verstärkung holen. Im Zuge der Halloween-Party in der Affelner Schützenhalle war es in der Nacht zu Schlägereien und Pöbeleien gekommen. Die Polizei schrieb vier Anzeigen wegen Körperverletzung und sprach etliche Platzverweise aus. Auch gab es zwei Anzeigen wegen Beleidigungen.

Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski zeigt sich erschüttert angesichts dieser Vorfälle. Offenbar würden die Jugendlichen unter dem Schutz der Halloween-Verkleidung und mit reichlich Alkohol intus („die haben vorgeglüht“) massiv über die Stränge schlagen und dann während der Party auch noch mal trinken. Boronowski sprach von Jugendlichen, die „furzenvoll“ Ärger gemacht hätten. Vor allen Dingen, als etliche Jugendlichen dann um Mitternacht die Stätte verlassen mussten, sei es draußen dann immer wieder zu Rangeleien und Schlägereien gekommen. Die vom Sicherheitsdienst herbeigerufenen Polizisten seien dabei „unflätig“ beleidigt worden. Gegen 2.30 Uhr sei dann endlich Ruhe gewesen. Polizeisprecher Boronowski wünschte sich, dass sich alle Beteiligten mal an einen Tisch setzen und fragt sich auch, was die auffällig gewordenen Jugendlichen für eine Erziehung genossen hätten.

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Halloween-Party in Affeln

Seitens des Veranstalters (Landjugend Borketal und SV Affeln) war man erschüttert. Benjamin Nakajew (SV Affeln), der seit Jahren die Party mitorganisiert sagte, dass es immer mal wieder Ärger gegeben habe aber so massiv wie am Mittwoch sei es noch nie gewesen. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“.

Da habe er mitbekommen wie der Sicherheitsdienst schon bei der Einlasskontrolle einen Schlagring konfiszierte, da wurde Pfefferspray im Shuttle-Bus eingesetzt und erstaunt war Nakajew auch angesichts der Respektlosgikeit einiger Gäste. Sehr viel Arbeit habe man zudem in die Organisation gesteckt. Und auch finanziell werde es wohl nur eine schwarze Null angesichts der massiven Ausgaben für den Sicherheitsdienst geben. Doch das Geld spiele für ihn nicht die Hauptrolle, man habe eben mit dieser Veranstaltungsreihe auch etwas für die Jugend tun wollen. Wie dem auch sei: Für Nakajew scheint jetzt schon klar: Die Tendenz aus seiner Sicht ist, keine Halloween-Party mehr anzubieten. Das tue ihm dann für diejenigen leid, die nur Spaß haben wollten. Auch das Image Affelns nehme dabei auch Schaden. Man werde sich seitens der Veranstalter in den kommenden Wochen zusammen setzen und er werde auch mit der Polizei noch einmal Rücksprache halten.

Es war keine interne Dorfveranstaltung – viele Gäste kamen auch aus den umliegenden Städten.

Peter von der Beck

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