Halbzeit-Veranstaltung

CDU will in Altenaffeln sehen, wo der Schuh drückt

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Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Marco Voge (Mitte) war nach Altenaffeln gekommen.

Altenaffeln - Nicht so viele Bürger wie erhofft nahmen am Mittwoch an der Halbzeit-Veranstaltung der CDU Neuenrade im Bürgerhaus in Altenaffeln teil.

15 von ihnen saßen ebenso vielen Mitgliedern der Christdemokraten gegenüber. Dazu gehörten auch Bürgermeister Antonius Wiesemann und der Landtagsabgeordnete Marco Voge. Ein wichtiges Thema war die Bundestagswahl, mit deren Ergebnis viele der Anwesenden nicht zufrieden waren.

Nur 118 Erststimmen für die CDU in Altenaffeln – so etwas sei bisher noch nicht vorgekommen. Dass sich der Trend hin zur AfD nicht auch auf kommunaler Ebene fortsetzt, daran wollen alle arbeiten. Deren Parolen würden zurzeit den Nerv der Wähler treffen, so die Meinung. Jetzt gelte es, diese Parolen in Gesprächen zu entkräften.

Von der etwa zwei Wochen zurückliegenden Wahl führte der Weg zu weiteren Themen über die Straßen Altenaffelns. Diese, und nicht nur die Hauptstraße, seien in einem schlechten Zustand, berichteten die Altenaffelner.

Bestand der Schule langfristig gesichert

Mit Blick in die Zukunft kam die Schule in den Fokus, deren Bestand langfristig gesichert sei, denn die Anmeldezahlen verliefen positiv. Bedarf dagegen sei bei Bauplätzen gegeben, die zurzeit für die eigenen Familien zurückgehalten würden. Andere Interessierte kämen nicht mehr in Altenaffeln zum Zug.

„Mir passt das auch nicht“, betonte Antonius Wiesemann, der auf den Landesentwicklungsplan hinwies, der Dörfern mit weniger als 2000 Einwohnern keine Entwicklungsmöglichkeit geboten habe. „Den nehmen wir zurück“, versprach Marco Voge für die neue NRW-Regierung.

Viele wollen schnelles Internet

Mit nach Düsseldorf nahm er auch, dass die Altenaffelner schnelles Internet haben wollen. „Dafür setze ich mich ein“, versicherte er und ergänzte mit Blick auf die Region, die schon lange auf eine Breitbandversorgung wartet: „Ich will nicht, dass ein großes Schild mit der Aufschrift ,Freilichtmuseum Sauerland‘ an der Autobahn steht.“

Auch die für Jagdgenossenschaften ab 17.500 Euro Jahreseinkommen geltende Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent stieß in Altenaffeln auf Unverständnis. 

Fehlende Unterstützung aus dem Rathaus

Kritik anhören musste sich der Bürgermeister: „Wir hätten uns vor dem Dorfwettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ mehr Unterstützung von der Stadt gewünscht“, hieß es.

Freiwillige hätten unzählige Stunden mit der Instandhaltung der Spielplätze und des Bürgerhauses zugebracht, der städtische Bauhof sei sehr zurückhaltend mit Arbeitseinsätzen gewesen. „Dort lief es nicht rund“, räumte Wiesemann ein. Hoher Krankenstand habe zu einer Unterbesetzung geführt.

„Wir schenken Euch unser Vertrauen“, erklärte er. Sollte demnächst Arbeitsbedarf bestehen, sicherte er Hilfe zu: „Wir kriegen nicht immer alles sofort hin. Wir kriegen aber vieles hin, wenn wir es wissen.“

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