Ein gutes Osterei ist nicht frisch und kunterbunt

+
Brigitte Reinken-Stork ist die Ostereier-Expertin. ▪

NEUENRADE ▪ Ostern ohne Ei? Das geht nicht, da sind sich viele Familien einig. Damit auch wirklich alle Neuenrader am Osterwochenende ein Ei auf dem Tisch haben, beginnen bei den Landwirten die Osterplanungen bereits im Januar. So auch auf dem Hof der Familie Stork. Dort herrschte in den vergangenen Tagen Hochbetrieb. Besonders gefragt waren weiße oder bereits gefärbte Eier.

Brigitte Reinken-Stork, Herrin über die Hühner und Eier des Hofes, kennt sich bestens aus in Sachen Ostereier. Klar, dass sie ihren Kunden wertvolle Tipps mit auf den Weg gibt: „Möchte der Kunde die Eier selber färben, empfehle ich ein weißes Ei der Größe M.“ Ähnlich wie bei Kleidung, wird die Eigröße in S, M, L oder XL angegeben. „Zum Färben braucht man eine besonders harte Schale, das ist in dieser Größe am ehesten gewährleistet.“ Wie groß ein Ei ist, hängt vom Alter des Huhns ab. Aus diesem Grund hat die Familie bereits im Januar neue Junghennen eingestallt. Damit passend zu Ostern die Hennen die gewünschten Eier legen.

Die Expertin rät zudem ein rohes Ei niemals abzuwaschen. Denn dann würde die natürliche Schutzschicht auf der Schale beschädigt. Dies sei auch gar nicht nötig, denn die Eier seien meist sauber. Im hoch modernen Stall des Familienbetriebes legen die Hühner, die in Bodenhaltung gehalten werden, ihre Eier in dafür vorgesehene Nester, von dort aus gelangen sie auf ein Fließband, dass zu einer Eiersortiermaschine führt. Hier werden die Eier nach Größe getrennt, durchleuchtet und verpackt. „Die Eier kommen in keiner Weise mit dem Unrat der Tiere in Kontakt.“

Das perfekte Osterei sei niemals frisch, sondern immer fünf bis sechs Tage alt, denn nur dann würde sich die Schale ordentlich vom Eiweiß trennen. Die meisten Kunden würden sich jedoch nicht mehr selbst die Mühe machen und Eier färben, sondern direkt bunte Eier kaufen. „Wir lassen die Eier bei einem Kollegen färben“, erklärt Reinken-Stork. Insgesamt sechs Farben stehen zur Auswahl. „Diese Eier sind besonders lange haltbar, da sie schonend bei 98 Grad Celsius gegart werden.“ Durch die Farbe bekommen sie einen zusätzlichen Schutzmantel. . Grundsätzlich gilt: Das Ei muss auf den Punkt gegart und in der Mitte noch etwas weich sein.

Lydia Machelett

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare