Gutachten: Noch mehr Potenzial für Windkraft

Windkrafpotenzial am Kohlberg (links) und in Altenaffeln und auch Affeln. ▪

NEUENRADE ▪ Es gibt reichlich Potenzial in Neuenrade für Windkraft. Das ist das Ergebnis aus dem Planungsausschuss am Mittwoch. Dabei hatte die Gutachterin des Planungsbüros Ökoplan jede Menge Ausschlusskriterien zur Hand: Dazu zählten Biotope, Fledermauspopulation und Wanderwege, Richtlinien wie die TA Lärm und auch die Mindesthöhe von Windkraftanlagen von 150 Meter.

All die Kriterien wurden auf diversen Karten grafisch dargestellt und am Ende übereinandergelegt.

Das ergab dann schließlich im Wesentlichen zwei geeignete Areale: Auf dem Kohlberg gibt es demnach 26.3 Hektar Fläche, in Grenznähe zu Dahle und in Altenaffeln und in Affeln gibt es mit 20,3 Hektar und 50 Hektar sogar noch mehr potenzielle Flächen. Gleichwohl bergen diese Bereich noch ein gewisses Konfliktpotenzial, hieß es bei der Präsentation - aber prinzipiell seien das wohl die geeigneten Flächen, ließ man durchblicken. Etliche Zuschauer, dabei viele von außerhalb Neuenrades schauten sich die Präsentation an. Unter anderem der Vertreter eines Planungsbüros mit Sitz in Eckernförde, der sehr interessiert die Kohlbergflächen betrachtete. Marcus Henninger, Baumamtsleiter, verwies zudem noch darauf, dass diese Flächen natürlich nicht ultima Ratio seien. Viele Bretter seien noch zu bohren, das sei alles noch Theorie.

Flott war zudem die CDU-Fraktion: Während alle anderen Fraktionen noch immer überlegten, hatte die Mannschaft um ihren Chef Mark Hantelmann als Tischvorlage einen Antrag, man möge seitens der Verwaltung doch prüfen, ob denn nicht ein Bürgerwindpark auf dem Stadtgebiet eingerichtet werden könnte. Und wenn – dann möglichst auf städtischem Gebiet. Und so, dass am Ende auch der Bürger etwas davon habe. Statt vieler Einzelstandorte, lieber eine sinnvolle Konzentration von Windenergieanlagen. Städtisches Gebiet ist da vor allem ausgerechnet am Kohlberg. Überrascht von der CDU, befürworteten die SPD, Grüne und die FDP schließlich den Antrag. Einzig bei der FWG war man zunächst vorsichtig, stimmte aber dennoch zu, als Bürgermeister Klaus Peter Sasse dann noch mal dafür warb, dass es um die grundsätzliche Richtung - kommunal mit Bürgerbeteiligung gehe. Da gab auch die FWG ihre Zustimmung. ▪ Peter von der Beck

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