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Höllmecke: Sanierung beginnt

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Von: Peter von der Beck

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Die Höllmecke ist über eine lange Strecke zerstört und muss teilweise von Grund auf neu gebaut werden.
Die Höllmecke ist über eine lange Strecke zerstört und muss teilweise von Grund auf neu gebaut werden. © von der Beck, Peter

Neuenrade – Gut drei Monate nach dem verheerenden Starkregen, bei dem auch die wichtige Verbindungsstraße Höllmecke zerstört wurde, wird nun der Neubau der Straße an den weggespülten Stellen noch im Monat Oktober in Angriff genommen.

Das teilte der Sprecher von Straßen.NRW auf Nachfrage mit. Der Auftrag sei an einem der vergangenen Tage „nach einer Besprechung freihändig aufgrund bestehender Verträge“ vergeben worden, sagte Andreas Berg. Das sei auch nur so möglich geworden, weil Straßen.NRW von der Landesregierung mit entsprechenden Mitteln ausgestattet worden sei. Saniert werde die Straße aus einer Hand. Ausführende Firma sei ein Unternehmen aus der Region. Berg sagte, dass die Höllmecke zu den besonders schwer demolierten Straßen in ganz NRW gehöre. Vor allem in der unteren Hälfte waren ganze Straßenabschnitte weggespült worden.

Teilweise zwei Meter tief unterspült

Das neben der Straße entlangfließende Rinnsal war zu einem reißenden Gebirgsbach mutiert, hatte Unmengen an Geröll auf die Einmündung zur B 236 gespült, den Straßenrand teilweise bis zu zwei Metern Tiefe unterspült und Teilstücke komplett weggerissen. Hinzu kamen Ablaufbäche von den kurz zuvor kahl geschlagenen Hängen, welche die Straße auf der gegenüberliegenden Seite unterspült hatten. Teilweise gleicht die Straße im Querschnitt einem T. Der T-Strich entspricht dabei der Fahrbahnoberfläche.

Wasserbausteine für den parallel verlaufenden Bach

Die Höllmecke wurde nach der Zerstörung besonders aufwendig abgesperrt, damit kein Autofahrer versucht, dennoch die Höllmecke zu befahren – es wäre ein lebensgefährliches Unterfangen. Wie Behördensprecher Berg weiter erläuterte, werde der Straßenbau im engen Kontakt mit der Unteren Wasserbehörde neu erstellt. Um künftig Ähnliches zu verhindern, müssten viele Wasserbauarbeiten ausgeführt werden. Bewehrte Erde sei genauso ein Thema wie große Wasserbausteine.

Eventuell einspurige Verkehrsführung während der Bauarbeiten

Klar ist, dass auch Großgerät zum Einsatz komme. Möglicherweise werde auch so gebaut, dass der Verkehr für eine gewisse Zeit einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden könne, sagte Berg. Einen Zeitraum für die Sanierung der Höllmecke wollte er nicht nennen. Da gebe es einen unsicheren Faktor – das Wetter. Berg versprach aber: „Es soll flott gehen.“ Die Höllmecke ist ein wichtiger Verbindungsweg vom oberen Hönnetal mit Neuenrade, Balve und Sundern ins Lennetal. Die Strecke wird von Pendlern genutzt und entlastet die B 229 zwischen Neuenrade und Werdohl.

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