117 Grundschüler beim Stöbertag in Neuenrade

Jana Platzmann führte die beiden Stöberkindern über das Gelände der Baumschulen Wiesemann und erklärte ihnen die Pflanzen. - Foto: Weiland

Neuenrade - Schnuppern, ausprobieren und jede Menge Fragen stellen – das durften am Donnerstag 117 Jungen und Mädchen, die beim Stöbertag in den Neuenrader Firmen zu Besuch waren.

„Wir sehen aus wie Mülltüten“, sagte ein Mädchen grinsend und blickte an sich herunter. Sie und die anderen vier Kinder trugen weiße Häubchen und durchsichtige Folienmäntel – Vorschrift für Besucher in der Bäckerei Kayser. In der Backsstube durften sie sich zunächst umschauen und dann auch mit anpacken. So formten sie Puddingplätzchen, sahen diese im Ofen verschwinden und nach einigen Minuten goldgelb und duftend wieder heraus kommen. Auch wie die Schlemmerstangen zu ihrer Füllung aus Körnern und Käse kommen und die Bäcker sie mit einer geschickten Handbewegung in From bringen, konnten sie genau beobachten.

In die Tiefen der Lagerrräume führte Jens Hilgert die sechs jungen Stöberer, die im Hagebau zu Gast waren. In den endlosen Räumen, die sonst kaum jemand zu Gesicht bekommt, durften die Kinder dann auch eine Runde mit dem Gabelstapler drehen. Nach einer Führung durch den Markt, inklusive Blick in den Tresor, endete der Vormittag mit einer Kuschelstunde bei den Kaninchen in der Zoo-Abteilung.

Stöbertag in Neuenrade

Einiges einfallen lassen hatten sich auch Melanie Richter, Alicja Daube und Jan Bruder die eine Gruppe Schüler bei DST-Dauermagnet-Systemtechnik begrüßten. In einem Rollenspiel erfuhren die Jungen und Mädchen, wie eine Bestellung in dem Unternehmen abläuft und wer dabei welche Aufgabe übernimmt. Auch eine Führung durch die verschiedenen Bereiche durfte nicht fehlen. In der Konstruktionsabteilung durften die Kinder den Konstrukteuren über die Schulter schauen, die innerhalb weniger Minuten ein 3D-Modell eines Würfels erstellten.

Einen grünen Daumen bewiesen die beiden Besucher der Baumschulen Wiesemann. Nachdem sie die einzelnen Pflanzen kennengelernt hatten, durften sie sich auch die Finger schmutzig machen und kleine Fichten umtopfen. Mit viel Fingerspitzengefühl – Pflanzen haben schließlich auch sowas wie Gefühle – halfen sie den kleinen Pflanzen in ein größeres Zuhause.

Nach der Arbeit trafen sich alle Stöberer in der Jahnhalle wieder, um sich mit Pizza zu stärken. Kurt Maurer von der Stadtverwaltung zeigte sich zufrieden mit dem 9. Stöbertag. Zwar hatten sich dieses Jahr nur 21 Firmen beteiligt (im vergangenen Jahr waren es 40), aber es seien alle zufrieden gewesen. „Bis jetzt habe ich noch keine traurigen Kinderaugen gesehen“, sagte er. „Dann muss wohl alles gut gewesen sein.“

Von Laila Weiland

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