Zusammen mit Interessengemeinschaft

Grüne wollen Ortsumgehung verhindern

Hier, an der Kreuzung B229 und Hüttenweg, soll ein Kreisverkehr entstehen. Von dort soll die Ortsumgehung abzweigen und ortsnah an Neuenrade vorbeiführen und bei der Wilhemshöhe wieder auf die Bundesstraße stoßen. Die Umgehung soll vor allem die Neuenrader Innenstadt vom Schwerlastverkehr befreien.
+
Hier, an der Kreuzung B229 und Hüttenweg, soll ein Kreisverkehr entstehen. Von dort soll die Ortsumgehung abzweigen und ortsnah an Neuenrade vorbeiführen und bei der Wilhemshöhe wieder auf die Bundesstraße stoßen. Die Umgehung soll vor allem die Neuenrader Innenstadt vom Schwerlastverkehr befreien.

Die Neuenrader Grünen unterstützen die Initiative der Interessengemeinschaft B 229n-ortsfern, die geplante und vom Rat beschlossene ortsnahe Trasse der Umgehungsstraße zu verhindern.

Die Grünen und die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft kamen jüngst zu einem Gespräch zusammen. „In einem konstruktiven Austausch berichtete die Interessengemeinschaft von ihren verkehrspolitischen Initiativen“, sagt Christiane Vollmer, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Die Grünen seien beim Ratsentscheid 2000 die einzige Fraktion gewesen, die gegen die Umgehungsstraße gestimmt habe, begründet Vollmer die Zusammenarbeit. „Anders als für die Interessengemeinschaft ist für die Grünen die ortsferne Trasse aber keine Alternative“, sagt sie.

Interessengemeinschaft und Grüne wollten nun gemeinsam für intelligente verkehrliche Lösungen in Neuenrade eintreten. Als erste Maßnahme soll es am Sonntag, 29. August, eine Wanderung mit den Verantwortlichen der Interessengemeinschaft zur projektierten Trasse geben. Treffpunkt ist um 12 Uhr am evangelischen Friedhof an der Wilkestraße. Teilnehmen können alle Interessierten. „Insbesondere wollen wir aber die Ratsmitglieder, ansprechen und auf diese Weise vor Ort über den geplanten Trassenverlauf informieren“, so Vollmer.

Projekt soll keinen vordringlichen Bedarf mehr haben

Die Grünen wollen zudem die zuständigen Mitglieder ihrer Landtags- und Bundestagsfraktion zu einem Austausch mit der Interessengemeinschaft und Aktiven gegen die Umgehungsstraße einladen. „Mit der anstehenden Neuaufstellung der Verkehrspolitik in Bund und Land soll die B 229n aus dem vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gestrichen werden“, formuliert Vollmer ihre Forderung.

Die geplante Trasse (Kosten rund 30 Millionen Euro) schlängelt sich entlang der vorhandenen Bebauung, soll bei Küntrop mit einem Kreisverkehr beginnen und 200 Meter unterhalb der Wilhelmshöhe enden, um dort auf die B 229 zu stoßen. Die Gegner favorisieren eine ortsferne Südumgehung. Die würde zwar ebenfalls in Küntrop beginnen, aber erst in der ersten scharfen Kurve der Serpentinen nach Werdohl, in der Nähe der ehemaligen Müllkippe, enden. Beim Landesbetrieb Straßen.NRW laufen weiterhin die Untersuchungen im Planverfahren. Probleme bereitet unter anderem, dass im vorgesehenen Trassenbereich die Gelbbauchunke und der Feldhamster gefunden wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare