Grüne wollen Antworten

NEUENRADE - Wissbegierig sind Neuenrades Kommunalpolitiker von Bündnis 90/Die Grünen. Im Süderländer Volksfreund hatten sie gelsen, dass die Zahl der Bürger in Küntrop und Affeln abnehme und dass Bürgermeister Klaus Peter Sasse sich in der Pflicht sehe, zu handeln. Nun möchten sie – mit Hilfe einer Anfrage an den Rat der STadt Neuenrade – vom Stadtoberhaupt erfahren, was er zu tun gedenke.

Im Zeitungsartikel stand zu lesen, dass Sasse zunächst mit den beiden Ortsverstehern sprechen wolle. Ziel der Gespräche sei es, neue Bauareale auszuweisen, um dem Trend abnehmender Bürgerzahlen entgegen zu steuern. Neubaugebiete könnten dabei helfen.

Die Grünen schreiben in ihrer Anfrage wörtlich: „Unseres Wissens nach wurde bisher in keinem Gremium der Stadt offiziell über neue Baugebiete gesprochen.“ Da aber Neubaugebiete „für die Bevölerung, Landwirtschaft, Natur und Umwelt wirklich einschneidende Maßnahmen“ seien, müsste zuvor die Sinnhaftigkeit solcher Pläne „sorgfältig geprüft“ werden.

Weiter erklären die Bündnis-Grünen, dass es zweifelhaft sei, ob „neue Baugebiete tatsächlich den gewünschten Effekt, nämlich fremde Menschen in die Dörfer zu ziehen“. So möchten die Grünen auch vom Bürgermeister erfahren, „aus welchen Regionen neue fremde Zuzügler kommen sollen angesichts der gleichen Problematik der Verringerung der Bevölkerungszahlen in ganz Deutschland“. Der Trend gehe doch vielmehr dahin, dass Menschen wieder in Großstädte zögen.

Tatsächlich, so betonen die Grünen, könnte eine Baugebiets-Ausweisung den Landwirten „knapper werdende Ressourcen“ – sprich: landwirtschaftliche Nutzfläche – rauben. Und neue Baugebiete bräuchten zudem Infrastruktur, deren Errichtung wieder Kosten verursache.

Konkret möchten die Antragsteller deshalb vom Bürgermeister wissen, ob es derzeit noch frei Bauplätze in Küntrop und Affeln gebe, wie viele das seien und warum sie noch nicht bebaut seien.

Weiterhin regen die Grünen an – etwa durch gezielte Steuergesetzgebung oder Fördermaßnahmen – das Bauen auf noch freien Bauplätzen in diesen Ortsteilen attraktiver zu machen. Der Bürgermeister solle diesbezüglich Möglichkeiten aufzeigen.

Darüber hinaus wird im Antrag nach dem Erfolg der Aktion „Jung kauft Alt“ gefragt. Wörtlich geben die Grünen zu bedenken: „Würde das Ausweisen neuer Baugebiete diese Aktion nicht konterkarieren?“

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