Grüne Fraktion will eine Büchertauschbörse

NEUENRADE ▪ Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchten in Neuenrade eine Büchertauschbörse einrichten. Sprecher Dietrich Maurer stellt für die nächste Ratssitzung einen Antrag. Demnach möge der Rat beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, die Möglichkeiten abzuklopfen. Möglichst zeitnah soll bei Machbarkeit dann die Büchertauschbörse ins Leben gerufen werden.

Maurer begründet den Antrag damit, dass es eben in der Gesellschaft Menschen gebe, die gerne lesen würden, aber nicht das Geld hätten, um Bücher zu kaufen, aber auch die Stadtbücherei scheuten. Andere wiederum hätten zwar jede Menge Bücher, doch fehlte der Platz auch neue Bücher unterzubringen. Wieder andere hätten während ihres Lebens derart viele Bücher angesammelt, dass sie gerne welche los werden würden. Das Potenzial gelte es zu nutzen denn, Bücher seien zu schade, um sie wegzuwerfen.

„Um alle diese Probleme zu lösen, sind wir der Meinung, dass es sich lohnt, eine Bücher-Tauschbörse einzurichten“, bekräftigt Maurer für seine Fraktion.Die Büchertauschbörse ist keine Erfindung der Grünen. Denn, wie Maurer weiter ausführt, sei es in Berlin und sicher auch in anderen Deutschen Städten üblich, dass in den Foyers Tische aufgestellt seien, wohin jeder Bürger Bücher abliefern, aber auch andere wieder mitnehmen könne. Das geschehe ohne jeglichen verwaltungstechnischen oder finanziellen Aufwand. „Es ist allerdings von Nutzen, dass der Tisch von einer zuverlässigen Person, etwa von der Empfangsdame, im Auge behalten wird“. Dietrich Maurer und seine Mitstreiter sind überzeugt, dass eine solche Einrichtung auch in Neuenrade für viele Bürger nützlich sein könne. Und so schreibt es Maurer in seinen Antrag: „Zusätzlich wäre es auch ein Beitrag fürs Stadtmarketing“.

Der Büchertisch müsse auch nicht unbedingt im Rathaus stehen. Genauso gut könnte er in der Stadtbücherei oder bei den Stadtwerken, eventuell auch im Bringhof oder auch in einer Schule angesiedelt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre etwa, dass eine geeignete Person – da denken die Grünen an einen Ein-Euro-Jobber — zunächst mit einem solchen Büchertisch am Neuenrader Wochenmarkt teilnimmt.Maurer betont in seinem Antrag noch einmal, dass die ganze Angelegenheit nur minimalen finanziellen Aufwand erfordere und auch niemanden einen finanziellen Schaden zufüge, da es in Neuenrade kein Bücher-Antiquariat gebe.Auch der Büchertisch in der Stadtbücherei steht einer Bücher-Tauschbörse nicht entgegen. Die Büchereileiterin sehe das Projekt durchaus wohlwollend und hätte gegen das Projekt nichts einzuwenden, sagte Maurer. ▪ Peter von der Beck

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