Großübung: Das passiert am Samstag in Neuenrade

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Noch herrscht Sommerferien-Ruhe an der Waldorfschule. Am Samstag bekommen Ziegen und Schafe aber Besuch von vielen Feuerwehrleuten.

Neuenrade - Mit Verkehrseinschränkungen müssen am Samstag, 10. August, ab 8 Uhr Autofahrer rechnen, die in Neuenrade unterwegs sind.

Wegen einer groß angelegten Übung der Feuerwehren im Regierungsbezirk Arnsberg, die an der Waldorfschule stattfinden wird, ist ab dem Morgen der Höllmecker Weg bis zur Einmündung B 236 komplett gesperrt. Das teilte Ferdinand Drescher, Pressesprecher des Feuerwehrverbandes Hochsauerlandkreis (HSK), jetzt mit. Er bittet Autofahrer, den Bereich bis etwa 15 Uhr über die Bundesstraße 229 zu umfahren. 

Auch an Fußgänger und Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner spazieren gehen, appelliert er, das Gebiet an der Waldorfschule besser zu meiden: „Wir üben dort mit unseren Einsatzfahrzeugen, die auf der recht engen Straße ohnehin wenig Platz haben. Da könnte sonst schnell etwas passieren – und wir möchten natürlich vermeiden, dass aus der Übung ein realer Einsatz entsteht“, sagte Drescher. 

Konzepte für Brand- und Katastrophenschutz

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen des Katastrophenschutzes bereits vor einigen Jahren Konzepte erstellt, die sich mit dem Brand- und Katastrophenschutz sowohl im Feuerwehrbereich als auch im Bereich des Sanitäts- und Betreuungsdienstes und der Wasserrettung beschäftigen. Der Sanitäts- und Betreuungsbereich wird durch die Hilfsorganisationen, die Wasserrettung durch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sichergestellt. Den Brandschutz übernehmen die Feuerwehren – und diese müssen die in den Konzepten beschriebenen Szenarien eben immer wieder üben. 

Dafür werden Feuerwehrbereitschaften aufgestellt. Im Arnsberger Regierungsbezirk wurden insgesamt fünf dieser Bereitschaften gebildet, die jeweils mit Personal und Material aus den Kreisen und kreisfreien Städten besetzt werden. Eine Feuerwehrbereitschaft besteht aus etwa 140 Einsatzkräften, die sich auf vier Löschzüge (je 22 Einsatzkräfte und drei bis vier Fahrzeuge), einen Logistikzug (Versorgung, Sanitätsunterstützung) und Unterstützungskomponenten (Waldbrand, Brand / Explosion, technische Hilfe) sowie eine Bereitschaftsführung verteilen. 

Bis zu 30 Fahrzeuge vor Ort

Je nach Wahl der Unterstützungskomponenten umfasst das Gesamtaufgebot zwischen 25 und 30 Fahrzeugen. Die 1. Feuerwehrbereitschaft des Regierungsbezirks Arnsberg wird aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und dem HSK gebildet. Die Neuenrader Feuerwehr wird die Großübung unterstützend begleiten. „Auf der Suche nach einem geeigneten Objekt sind wir auf die Waldorfschule in Neuenrade gestoßen. Das Gelände dort gibt für alle Einheiten dieser Bereitschaft ausreichend her“, erklärte Drescher. 

Übungsschwerpunkte werden laut Drescher die Brandbekämpfung – darunter speziell auch Waldbrände – und der Wassertransport zum Einsatzort auch über längere Strecken sein. Die Menschenrettung steht bei der Übung weniger im Fokus. 

Drehbuch wird noch nicht verraten

Wie genau die Großübung am Samstag aussehen wird, wollte Drescher allerdings noch nicht sagen: „Der Einsatz soll unter möglichst realistischen Bedingungen ablaufen. Entsprechend wenig dürfen die Einsatzkräfte vorab zum Ablauf der Übung erfahren.“

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