Grundschule Altenaffeln: Große Party zum Jubiläum

Die Modells der 60-er-Jahre-Schau. Vor allem das Ende dieses Jahrzehnts rückte in den Vordergrund. - Foto: Michels

Altenaffeln - „Auf 50 bewegte Schuljahre mit vielen Veränderungen blickt unsere Schule nun zurück.“ Mit diesen Worten begrüßt der Schulleiter Awerd Riemenschneider die vielen Gäste. Viele ehemalige und derzeitige Lehrer, Schüler und Eltern waren gekommen, um dasSchuljubiläumzu feiern.

Eine Schule gab es schon seit 1911 in Altenaffeln, aber durch die stetig steigende Schülerzahl reichte der Platz nicht mehr aus, man entschied sich neu zu bauen, der Grundstein für die „neue Schule“ wurde 1962 gelegt. Am 9. September 1964 war es dann soweit und die Schule wurde eingeweiht. Seitdem besuchen immer zwischen 80 und 100 Kinder die vier Klassen der Schule.

„Diese Schule ist ein lebendiger und sich ständig verändernder Ort. Einiges Altes ist sicherlich noch zu erkennen, aber vieles Neues ist hinzugekommen“, sagte der Schulleiter. So gibt es inzwischen ein Leseparadies, eine Betreuung, ein Soccer-Platz, viele verschiedene Arbeitsgemeinschaften oder das Projekt „Musik macht stark“. Schulleiter Riemenschneider freute sich besonders über Ehrengäste: Bürgermeister Antonius Wiesemann und sein Stellvertreter Dierk Rademacher, Ortsvorsteher Andreas Wiesemann und Pastor Andreas Schulte waren gerne dabei und sprachen ein paar Begrüßungsworte und richteten Glückwünsche zum Jubiläum aus. Geschenke wurden auch überreicht und so bekam die Schule vom Förderverein zwei Holzpferde, der Bürgermeister hatte Fußbälle mitgebracht, die Marketenderinnen überreichten einen Scheck von 500 Euro (die Volksbank des Märkischen Kreises hatte den Betrag von 432,16€ aufgerundet), und die CDU Frauen übergaben einen Scheck über 500 Euro.

50 Jahre Grundschule Altenaffeln

Dem Schuljubiläum war eine Projektwoche vorausgegangen mit dem Thema „Schule und Leben in den 60er Jahren“. Dabei hatten die Kinder , auch unter Asssistenz von Eltern, Großeltern und Lehrern viel gelernt. Sie durften Marmelade und Karamellbonbons selber machen, sangen Beatles-Hits, nähten Kleider und Taschen selbst, studierten Sketche von Heinz Ehrhardt und alte Tänze ein, bastelten Puppen für ein Sockentheater, Planeten und und Puppenhäuser sowie Seifenkisten aus Holz. Schulleiter Awerd Riemenschneider dankte allen Helfern, die ihren Betrag zur gut funktionierenden Schulgemeinschaft geleistet haben und leisten. Ohne so großes Engagement des Fördervereins, der Lehrer, der Eltern und auch Großeltern wäre so ein enormes Projekt niemals zustande gekommen, betonte der Schulleiter.

Die Kinder, die während des vergangenen halben Jahres in den Genuss kamen, ein Musikinstrument zu spielen, durften nun unter Leitung von Andreas Levermann und Isabelle Pischel das Erlernte präsentieren. Es folgten Showdarbietungen der einzelnen Projektgruppen. Die Kinder zeigten deutlich, dass trotz der Kürze der Zeit einiges auf die Beine gestellt wurde, denn wo sonst werden Kinder innerhalb von drei Tagen für eine Modenschau neu eingekleidet?

Mit selbst genähten Röcken und Taschen ausgestattet stolzierten die Jungen und Mädchen über die Bühne. Wiggle Twist und Letkiss wurden getanzt, die „Beatles“ sangen Yellow Submarine und die Made von Ehrhardt wurde als Theaterstück dargestellt. Das Sockentheater begeisterte Groß und Klein und erntete ebenso viel Applaus wie die anderen Aufführungen. Alte Fotos aus vergangenen Jahren waren seit vielen Monaten gesammelt und an Stellwänden ausgestellt worden. Wer auf der Reise durch die Zeit Hunger verspürte, konnte sich entweder kleine Snacks gegen eine Spende bei den Kindern aus „Kochen und Backen“ holen, oder sich bei Kaffee und Kuchen oder Gegrilltem, kredenzt vom Förderverein und einigen fleißigen Eltern, eine Pause gönnen.

Die Stimmung war sehr gut, das Wetter spielte bis zur letzten Aufführung mit. Der Schulleiter Awerd Riemenschneider betonte noch einmal: „Herr Bürgermeister Wiesemann, Sie dürfen sich heute gerne davon überzeugen, wie gut unsere Schule funktioniert und dann können wir den 75. Geburtstag hoffentlich auch wieder gemeinsam feiern.“

- Von Andrea Michels

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