Vor nächster Bund-Länder-Schalte

Große Nachfrage nach FFP2-Schutzmasken in Neuenrade

Bei Alexandra Simons in der Gertruden-Apotheke werden FFP2-Masken derzeit stark nachgefragt.
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Bei Alexandra Simons in der Gertruden-Apotheke werden FFP2-Masken derzeit stark nachgefragt.

In Bayern gilt bereits seit Wochenbeginn eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Schutzmasken beim Einkaufen, im Öffentlichen Personennahverkehr, auf Wochenmärkten und auch in Arztpraxen.

Am Dienstag wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel unter anderem darüber beraten, dies auch in anderen Bundesländern vorzuschreiben. Schon die Ankündigung führte dazu, dass die Nachfrage nach solchen Masken in Neuenrade sprunghaft angestiegen ist.

Alexandra Simons, Inhaberin der Gertruden-Apotheke, berichtet: „Unmittelbar nach der Erklärung Söders, diese Pflicht in Bayern einzuführen, hat es bei uns einen spürbaren Anstieg der Nachfrage nach FFP2-Masken gegeben – auch bei jüngeren und nicht vorerkrankten Kunden, die nicht Empfänger der Berechtigungsscheine sind.“ Solche Nachfragen habe es vorher überhaupt nur sehr sporadisch gegeben, nun aber regelmäßig. „Auch Firmen sind mittlerweile verstärkt interessiert an der Anschaffung solcher ,Profimasken’, um sie an ihre Mitarbeiter und Besucher ausgeben zu können“, sagt Simons.

In Neuenrade genügend Masken vorrätig

Die Apothekerin erinnert sich noch genau: „Bereits fünf Minuten, nachdem vor einigen Tagen die Meldung über die angepasste Maskenpflicht in Bayern bekannt wurde, klingelte bei mir das Telefon und das erste Neuenrader Unternehmen informierte sich bei mir, ob ich genügend FFP2-Masken vorrätig hätte.“ Simons konnte den Anrufer beruhigen, gibt zudem auch Entwarnung für alle Neuenrader: „Wir haben genügend Masken auf Lager. Jeder, der welche möchte, bekommt diese auch – ob mit oder ohne Berechtigungsschein.“

Nachdem zu Jahresbeginn noch keine Krankenversicherten in Neuenrade über solche Berechtigungsscheine verfügten, stellt Apothekerin Simons nun fest, „dass anfangs Kunden mit Scheinen von ein, zwei größeren Krankenkassen kamen, später auch die von den anderen Kassen“. Sie schlussfolgert, „dass mittlerweile wohl alle Kassen begonnen haben dürften, die Berechtigungsnachweise zu versenden“.

In Werdohl bislang noch kein Ansturm

Das bestätigt auch Kenan Karakas, Inhaber der Neuen Apotheke an der Bahnhofstraße in Werdohl. Er erläutert darüber hinaus, „dass die Berechtigungsscheine, die ja allesamt von der Bundesdruckerei hergestellt werden, in drei Chargen versandt werden“. Dabei erhalten diejenigen, die älter als 75 Jahre sind, als erste Gruppe die Belege ihrer jeweiligen Krankenversicherungen. Mit der zweiten Welle würden die jüngeren Vorerkrankten und die 70- bis 74-Jährigen versorgt. „Schätzungsweise Anfang Februar bekommen dann die 60- bis 69-Jährigen ihre Berechtigungsscheine.“

Anders jedoch als in der Nachbarstadt Neuenrade, konnte Karakas nach der Söder-Ankündigung in Werdohl jedoch „keinen Anstieg der Nachfrage nach FFP2-Masken“ verzeichnen. Er erklärt, „dass allenfalls ein paar ältere Kunden welche gekauft haben, die ihren Berechtigungsschein bisher noch nicht erhalten haben, aber keine mehr auf Vorrat hatten“.

Bundesmittel sind geflossen

Sowohl Karakas in Werdohl als auch Simons in Neuenrade haben indes die Bundesmittel erhalten, mit denen die für die Bürger zunächst kostenlosen und nun günstigen höherwertigen Schutzmasken finanziert werden. Die Apotheker waren bundesweit in Vorleistung gegangen, nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beschlossen hatte, dass Ältere und Vorerkrankte auf diesem Wege im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützt werden sollen.

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