Müllkonglomerat im Höllmecke-Bach

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Ein übler Anblick.

Neuenrade - Es ist ein widerlicher Anblick. Mitten im Bachlauf, eingerahmt von üppig grüner Natur liegt Hausmüll der übelsten Sorte. Eine Mischung aus aufgeplatzten blauen Müllsäcken, Renovierungsresten, Katzenfutterdosen, Flaschen und Kleidungsresten verdreckt in der Höllmecke die Umwelt.

Undefinierbare Reste wurden vom Bach in Richtung Lenne gespült. Es ist dabei nicht ein einzelner Müllsack, sondern eine große Menge. Den Inhalt von geschätzten vier großen grauen Tonnen hat hier jemand entsorgt. Einen genaueren Blick auf den Müll offenbart, dass in dem Haushalt zu dem der Dreck gehört, sicher auch Kinder sind. Zerknüllte Ausmalbilder sollten da als Indiz reichen.

Und dabei ist der Müll nicht etwa gedankenlos entsorgt worden, sondern so, dass der Umweltfrevel auf den ersten Blick nicht unbedingt zu erkennen ist. Zum Bach hinunter ist starkes Gefälle, der Uferbewuchs tarnt den Müll.

Beim Neuenrader Ordnungsamt hat man davon erfahren. Auch Marcus Henninger, nicht nur Bauamts- sondern auch Ordnungsamtschef klingt fassungslos. Immer mal wieder werde Müll an der Höllmecke entsorgt, doch diese Menge sprenge dabei den Rahmen. Der Müll müsse nun mit recht erheblichen Aufwand geborgen werden. Möglicherweise müsste das Aufräumkommando mit Leinen gesichert den Dreck aus dem Bachlauf holen. Henninger hofft nun auf Zeugen, denen ein Fahrzeug aufgefallen ist. Der Müll liegt an der Bachseite etwa im unteren Drittel der Höllmecke.

Wird der Täter erwischt, kommt ihn das sehr teuer. Nicht nur die fällige Strafe ist zu zahlen, auch über die Entsorgung würde die Verwaltung eine dicke Rechnung schreiben. - von Peter von der Beck

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