Auswirkungen des Brandes auf die Umwelt

Mit Sandsäcken wird das kontaminierte Löschwasser so weit es geht zurückgehalten.

Neuenrade -  Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen hat eine Wischprobe von den Brandrückständen genommen, teilte Birgit Kaiser de Garcia aus der Pressestelle des Amtes auf Nachfrage mit.

Brandrückstände seien Asche und Ruß, die sich nach einem Brand unter anderem auf Fensterbänken, Autos oder gar Pflanzen absetzten. Die Probe der Rückstände sei auf eine bestimmte Unterlage aufgebracht und in einem geschlossenen Behälter ins Labor gebracht worden.

Es gehe darum, festzustellen, ob in den Rückständen Dioxine zu finden sind. „Dioxine sind hoch giftig und krebserzeugend“, sagte Kaiser de Garcia. Mit einem Ergebnis sei wegen der Aufwändigkeit der Untersuchung erst in drei oder vier Tagen zu rechnen. „Sollten die Rückstände giftig sein, empfehlen wir beispielsweise Gemüse aus eignem Anbau in der näheren Umgebung des Brandortes gut abzuwaschen oder gar nicht mehr zu essen“, sagte die Pressesprecherin.

Ursula Erkens, Pressesprecherin beim Märkischen Kreis, erklärte unterdessen, dass der Löschschaum, der technisch nicht vorher hätten abgefangen werden können und jetzt „in geringen Mengen“ auf der Hönne schwimme, keine Gefahr für die Umwelt sei.

„In dem Schaum sind keine Stoffe, die nicht von selbst wieder abgebaut werden könnten.“ Das werde lediglich zwei, drei Tage dauern – so lange bis genug frisches Wasser nachgelaufen ist, das sich mit dem verunreinigten mischt – und den Schaum neutralisiert.

 Die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises und der Klärwerkbetreiber Ruhrverband hätten Schadstoffe im Wasser in der Kläranlage – unter anderem Nickel – mit Salzen gebunden, erklärte Erkens. Ein normaler pH-Wert des Wassers in der Kläranlage liege zwischen 7 und 8, alles über 10 sei basisch und somit kritisch. Zwischenzeitlich sei in der Kläranlage ein pH-Wert von 11 gemessen worden, so Erkens, der habe sich inzwischen aber normalisiert. Erkens beruhigt: „Für die Menschen besteht keine Gefahr, da das Wasser so lange geklärt wird, bis es wieder einwandfrei ist.“ - kk

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