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Großbrand in Neuenrade: Ursache steht fest

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Von: Carla Witt

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Der Dachstuhl des Hauses Im Glocken brannte im November aus. Verursacht wurde das Feuer durch einen technischen Defekt, wie der Brandsachverständige feststellte.
Der Dachstuhl des Hauses Im Glocken brannte im November aus. Verursacht wurde das Feuer durch einen technischen Defekt, wie der Brandsachverständige feststellte. © von der Beck, Peter

Die Ursache für den Großbrand, der die Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Nacht vom 20. auf den 21. November des vergangenen Jahres in Neuenrade in Atem gehalten hat, ist inzwischen bekannt

„Es spricht alles für einen technischen Defekt. Der Brandsachverständige sieht nach seinen Untersuchungen keinen Hinweis darauf, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnte.“ Das erklärte Polizeikommissar Lorenz Schlotmann, Polizeisprecher im Märkischen Kreis, auf Anfrage der Redaktion.

Welches Gerät den Brand durch einen Defekt verursacht haben könnte, das habe auch der Fachmann vor Ort nicht feststellen können. „Dazu waren die Auswirkungen des Feuers wohl zu massiv“, meinte Schlotmann.

Dachstuhl zündet plötzlich durch

Am frühen Samstagabend war die Feuerwehr zum Einsatzort Im Glocken gerufen worden. Während der Löscharbeiten zündete dann der bis dahin qualmende Dachstuhl durch. Daraufhin wurden umgehend weitere Löschgruppen aus anderen Orten nachalarmiert. Unterstützung kam unter anderem mit der Drehleiter aus Werdohl und von der Wehr aus Balve. Auch Tanklöschfahrzeuge aus Lüdenscheid und Menden waren im Einsatz, denn die Löschwasserversorgung für das abseits gelegene Haus gestaltete sich als schwierig. Teilweise mussten Schlauchleitungen bis zum Hydranten am Lidl-Markt über mehrere hundert Meter verlegt werden.

Darüber hinaus waren Einsatzkräfte aus Nachrodt-Wiblingwerde vor Ort. Sie überflogen die Einsatzstelle mit einer Drohne, um Aufnahmen des Brandes aus der Luft zu liefern. Neuenrades Wehrleiter Karsten Runte lobte in diesem Zusammenhang die kreisweite Vernetzung der Feuerwehren.

130 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Die ganze Nacht kämpften insgesamt 130 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Auch der Materialaufwand war enorm: 40 Atemschutzgeräte wurden verbraucht, 20 mussten aus der Nachbarstadt Balve geliehen werden. Am Sonntagmorgen konnten die Einsatzkräfte zwar grundsätzlich Entwarnung geben, beendet war der Einsatz aber noch nicht: Immer wieder flackerten Glutnester auf und mussten von der Wehr gelöscht werden.

Während des Einsatzes mussten zwölf Hausbewohner von den Verantwortlichen der Stadt Neuenrade betreut und untergebracht werden, verletzt wurde durch die Flammen zum Glück aber niemand.

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