Grandiose Ergebnisse für FDP und CDU

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Gebannt verfolgen Parteienvertreter und Bürger die Wahlergebnisse auf dem Bildschirm.

Neuenrade - Überraschungen allenthalben:. Mit diesem Ergebnis – in dieser Deutlichkeit – hatte wohl kaum einer gerechnet.

Überraschungen allenthalben:. Mit diesem Ergebnis – in dieser Deutlichkeit – hatte wohl kaum einer gerechnet. Die Sieger, CDU und FDP freuten sich. Und schon bald nachdem sich der Sitzungssaal des Rathauses füllte, war die Stimmung gelöst. Gefeiert wurden ein anstrengender Wahlkampf und der nahezu reibungslos verlaufende Einsatz in den Wahllokalen.

Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) freute sich natürlich und hoffte, dass die neue Regierung unter Armin Laschet all das zeitnah umsetzt, was man im Vorfeld versprochen hatte – in Schulpolitik, beim Straßenbau und bei der Entlastung der Kommunen.

 Torsten Schneider, Chef der Ortsunion freute sich zudem sehr, dass Marco Voge, mit dem er befreundet sei, sich gegen die Amtsinhaberin Inge Blask durchgesetzt habe, dazu habe auch Neuenrade beigetragen und er hoffte auch, dass am Ende ein Schwarz-Gelbe Koalition zustande komme, um auch die gewünschte Politik durchzusetzen.

Claudia Kaluza, örtliche FDP-Chefin, freute sich riesig über das Abschneiden ihrer Liberalen. „Das ist ein Comeback für die FDP. Die Menschen wollten eine Veränderung und haben gemerkt – sie brauchen die FDP. Super!“

Regelrecht geschockt war Neuenrades SPD-Chef Thomas Wette. „Das ist ein schwerer Rückschlag für die SPD.“ Es sei alles sehr erschreckend. „Was wir falsch gemacht haben, weiß ich nicht“. Inge Blask habe sich doch gut eingesetzt. Schon in der kommen Woche gebe es ein Termin auf Unterbezirksebene, da müsse man weitersehen.

Auch bei den Bündnisgrünen herrschte nicht gerade Frohlocken. Aber überrascht war Dr. Karl Kaluza jedenfalls nicht. „Das war vorauszusehen.“ Schön sei das Ergebnis (der FDP) auf jeden Fall für seine Frau, zumal an ihrem Geburtstag (Dr. Karl Kaluza ist mir Claudia Kaluza verheiratet). Er persönlich ist der Meinung, dass die Bündnisgrünen zurück zu ihren Wurzeln sollten – Umweltpolitik. Und sie sollten sich nicht sozialen Fragen widmen. Ein Großteil der Bevölkerung sehe das sicher genauso. Jetzt gelte es neu durchzustarten.

Auch die FWG, vertreten durch Detlev Stägert, hat natürlich eine Meinung zum Ausgang der Wahl. Stägert zeigte sich verwundert über „diesen politischen Erdrutsch“. Schwierigkeiten habe er mit der FDP. Die könne er nicht einordnen, weil er die Mannschaft hinter FDP-Spitzenmann Christian Linder nicht kenne.

Was die Ergebnisse in Neuenrade anbelangt, so ist das Ergebnis der CDU-Zweitstimmen mit 37,3 Prozent besser als der Landesschnitt. Die Sozialdemokraten schnitten mit 31,5 Prozent ähnlich schlecht wie auf Landesebene ab. Im Vergleich zu 2012 wurde bei den großen Parteien praktisch das Ergebnis vertauscht. Wie auf Landesebene haben die Bündnisgrünen auch ihr Wahlergebnis halbiert. In Neuenrade fielen sie von 7,4 auf knapp 3,5 Prozent.

Bei der FDP ist der Sprung im Vergleich zum Vorjahr gewaltig. Die Liberalen erreichten überdurchschnittliche 12.5 Prozent. In 2012 waren sie bei 7,1 Prozent gelandet.

Was die AfD anbelangt, so erzielten die nun Neuen im Landesparlament in Neuenrade ein Ergebnis über dem Landesschnitt: Aus dem Stand holte die Alternative für Deutschland in Neuenrade 8,3 Prozent der Stimmen. Auf den Dörfern bewegte sich der Stimmeanteil in etwa auf Landesniveau. In der Neuenrader Innenstadt hingegen – wie Kulturschuppen oder Neri-Haus erreichten die AfD mehr als 12 Prozent. In den Wahllokalen Wilhelmshöhe und Kita-Wirbelwind kommt die AfD auf rund 10 Prozent.

Und der Blick auf die Erststimmen zeigt, dass Marco Voge (CDU) in Neuenrade nicht zu schlagen war. Er kommt auf 46,7 Prozent. Inge Blask muss mit 32,4 Prozent der Erststimmen vorlieb nehmen. Vier Bezirke holte sie (Wilhelmshöhe, Altenzentrum, Stadtgalerie, Kulturschuppen), neun Stimmbezirke gingen an Marco Voge. 2012 hatte Inge Blask hier gegen CDU-Mann Wolfgang Exler das Rennen gemacht – mit 41 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Neuenrade lag bei 68,8 Prozent – das hoch. - Peter von der Beck

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