Evangelische Gemeinde: Dorf verstärkt im Fokus

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Harald Steinhoff: „Neuenrade goes Affeln“. ▪

NEUENRADE ▪ Als die Katholiken des Pastoralverbundes Balve / Hönnetal die neuen Belegungszeiten für die Affelner Kirche durchgaben, welche sie den evangelischen Kollegen auch überlassen, machte der ev. Pfarrer Harald Steinhoff gleich Nägel mit Köpfen.

In Absprache mit dem Presbyterium beleuchtete er die neue Situation. Man traf eine weitreichende Entscheidung. Statt drei schlecht besuchte Gottesdienste („Zum Teil nur drei Besucher“) in den Dörfern zu veranstalten, soll es ab September einmal im Monat einen großen Gottesdienst mit musikalischer Begleitung und dann auch für die Gesamtgemeinde in der Affelner St. Lambertus-Kirche geben. Der erste dieser Art ist am 16. September (mit Frauenchor). In Neuenrade findet dann kein Gottesdienst statt.

Zudem beginnt der Gottesdienst dann auch zu eher „christlichen Zeiten“ – um 10 Uhr. Vorher war Gottesdienstbeginn um 8.30 Uhr, was insbesondere im Winter Schwierigkeiten bereitete. Die Neuenrader und Küntroper werden dann eben nach Affeln fahren müssen. „Neuenrade goes Affeln“, formulierte Steinhoff etwas flapsig. Das stelle auch kein Problem dar. Fahrdienste würden selbstverständlich angeboten. Mit diesem großen Gottesdienst in Affeln will Steinhoff auch die evangelischen Gemeindemitglieder in den Dörfern würdigen. Gerade in Affeln mit seinen Neubaugebieten habe sich viel getan. 14 Katechumenen seien dort, während es in Neuenrade/Küntrop nur 12 seien. Deshalb finde der Unterricht auch im Dorf statt, nun müssten die Neuenrader Katechumenen dorthin fahren. Die evangelische Glaubensgemeinschaft wachse eben dort. Anders sei die Situation im Stadtzentrum: Dort gehe die Zahl der Gemeindemitglieder zurück, hier würden die eher Älteren wohnen, das „jüngere Leben“ finde auf den Dörfern statt. Insgesamt hat die Evangelische Gemeinde Neuenrade 4600 Mitglieder.

Pfarrer Harald Steinhoff jedenfalls sieht die Umstrukturierungen auf jeden Fall positiv: „Es ist eine Chance für alle, etwas Neues auszuprobieren.“ ▪ Peter von der Beck

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