Good Wood aus Menden präsentieren Bandbreite ihres Könnens

Günter Spancken mit einer seiner vielen Gitarren. Wenn es rocken soll, steht der Gitarrist auch gerne mal auf. - Fotos: Jentzsch

NEUENRADE - Das unvergleichliche Flair des Kulturschuppens, kombiniert mit guter handgemachter Musik, in Verbindung mit einer attraktiven Set-Liste vereinte sich am Samstagabend während des Konzerts der Mendener Band Good Wood zu einem harmonischen Ganzen, das beim Publikum offensichtlich glänzend ankam.

Günter Spancken, Tobias Hommel, Wilfried Pieper und Nadine Müller – ein bewährtes Quartett – hatte sich angekündigt, den Schuppen mit einer Mischung aus bekannten und weniger bekannten, aber trotzdem ins Ohr gehenden Stücken, zu beschallen. Eine Überraschung hatte Good Wood zudem im Gepäck. Thomas Boelker, der aus gesundheitlichen Gründen sein Engagement bei der Akustik-Band zurückfahren musste, war zu Gast im Kulturschuppen. Drei Titel waren für Boelker im zweiten Teil des Programms reserviert.

Es war aber nicht nur die Musik, die erneut den Nerv der Fangemeinde traf. Good Wood boten auch am Samstag wieder eine Mischung aus unterhaltsamer Moderation und interessanten Stücken – die Titel reichten von Feel the Earth von Carole King bis Blue Ridge Mountain.

Dass Günter Spancken offensichtlich seinen gut gefüllten Gitarren-Schrank geplündert hatte und all seine lieb gewonnen, aber offensichtlich ungestimmten Instrumente ausprobierte, baute Tobias Hommel, das musikalische Multitalent, in seine ebenso humorvolle wie mit persönlichen Eindrücken gespickte Moderation ein und baute über diesen Weg einen engen Kontakt zum Publikum auf. Selbstverständlich stimmte Spancken seine Gitarren in aller Seelenruhe, bevor er die Saiten zum Schwingen brachte. Hommel weiß die Qualitäten seines Gitarristen natürlich zu schätzen, das schien trotz der nicht ganz ernst gemeinten Spitze durch.

Ein Konzert im familiären Kreis. Good Wood schien dem Schuppen einen Stempel des eigenen Wohnzimmers aufzudrücken, durchaus vergleichbar mit Boris Becker, der sich in seinen sportlich besten Tagen über das Grün von Wimbledon äußerte und sich auf dem Platz so zu Hause fühlte wie Good Wood auf der kleinen aber feinen Neuenrader Bühne.Einen Höhepunkt gilt es noch zu erwähnen. Sängerin Nadine Müller hat dem über Jahren ausschließlich mit Männern besetzten Ensemble definitiv einen Kick versetzt. Dabei peppt sie die Band nicht nur optisch auf, ihr Können am Mikro ist beeindruckend. Das Repertoire, über das Good Wood heute verfügen, machte es leicht, ein Auditorium zu begeistern.

Von Markus Jentzsch

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