Rustikales Ambiente

Good Wood begeistern im Kulturschuppen

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Wilfried Pieper hatte neben seinem Akkordeon auch das Piano im Blick. Tobias Hommel, Nadine Müller und Günter Spancken komplettierten die Besetzung. Bei einigen Songs verstärkte Anja Hommel die Band an der Geige.

Neuenrade - Nein: Unbekannte sind die Mitglieder der Band „Good Wood“ nicht. Seit ihrer Gründung im Jahr 2001, sind die Liebhaber akustischer Musik bereits rund zehn Mal in Neuenrade aufgetreten. Zunächst in der Villa am Wall und später im Kulturschuppen.

Dort fand am Samstag auch der neuerliche Auftritt der Mendener statt. „Wir mögen einfach das rustikale Ambiente des Kulturschuppens“, bekannte Bass-Gitarrist Tobias Hommel. Zudem konnte die Band während ihres Konzerts und dank der hohen Decke nicht nur ihr musikalisches Können, sondern auch das volle Potenzial der Lichtaufbauten ausspielen. Leider hatte sich die Nebelmaschine als „inkontinent“ erwiesen. Anstatt das Finale in ein stimmungsvolles Ambiente zu tauchen, pustete das Gerät bereits zu Beginn reichlich Nebel über die Bühne. 

Dies tat der herausragenden Qualität der dargebotenen Musik aber überhaupt keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil waren neben einer treuen Stammklientel auch viele neue Besucher im Publikum zu finden. Dies hatte Tobias Hommel zwischen zwei Stücken höchstselbst abgefragt. Was wurde gespielt: Dass „Good Wood“ nicht einfach nur Stücke „covert“, dürfte den Fans bekannt sein. „Stattdessen arrangieren wir alles in der uns eigenen Art neu und dies auf eine Weise, dass das Original manchmal gar nicht mehr zu erkennen ist“, so Hommel. 

Im Repertoire befanden sich neben Stücken von Annett Louisan („Das große Versprechen“) und Max Herre (Berlin-Tel Aviv) auch ein Sprechgesang von Peter Fox: „Dieses Stück hätte eigentlich mein Sohn rappen sollen“. Doch stattdessen musste Tobias Hommel ran und interpretierte mit „Schwarz zu blau“ das Szeneleben in „Berlin, Menden und Neuenrade“ auf seine Weise. Es war alles in allem ein „wildes Programm aus verschiedenen Stilrichtungen“, hatte Gitarrist Günter Spancken bereits zu Beginn angekündigt. Diesem Anspruch sind die Vollblutmusiker in jedem Fall gerecht geworden. Und auch die Fans von Ray Wilson kamen nicht zu kurz. Der Song Another Day war nach Jahren wieder einmal Teil des Programms.

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