Goldener Meisterbrief für Friedrich Grosche

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Friedrich Grosche

Neuenrade - Vor einigen Wochen hat ihm die Handwerkskammer Südwestfalen den Goldenen Meisterbrief verliehen. Darauf sei Uhrmachermeister Friedrich Grosche stolz.

Der Goldene Meisterbrief wird er seinen Ehrenplatz im Keller des Hauses an der Ersten Straße haben und vielleicht neben dem Meisterbrief hängen, den ihm die Handwerkskammer Arnsberg 1966 verliehen hat.

 Auch mit inzwischen 85 Jahren hat der Uhrmachermeister seinen Beruf noch nicht aufgegeben. Seinen Uhrmacherladen hatte er zwar im Jahr 2002 geschlossen, aber das Gewerbe als Uhrmachermeister hat er nach wie vor angemeldet. Im Keller des Hauses hat er eine zwar kleine, aber komplett eingerichtete Werkstatt. „Ab und zu kommen meine alten Kunden zu mir, wenn sie Probleme mit ihrer Uhr haben. Und da ist es klar, dass ich helfe“, sagt er.

Den Beruf als Uhrmacher erlernte er bei seinem Vater, der 1909 das Uhrmachergeschäft eröffnete. Dreieinhalb Jahre dauerte die 1949 begonnene Lehre im elterlichen Laden, dann zog es den frisch gebackenen Gesellen für zwei Jahre ins benachbarte Hemer. Der Beruf liegt in der Familie: auch die beiden Brüder waren Uhrmacher. Als der Vater 1953 verstarb, kehrte er später nach Neuenrade zurück, um das Geschäft fortzuführen. Offiziell wurde ihn das Uhrmachergeschäft 1964 von der Mutter übertragen, zwei Jahre darauf schaffte er die Prüfung zum Uhrmachermeister. Bis 2002 hat Friedrich Grosche sein Geschäft geführt und im Alter von 72 Jahren aufgegeben. In Neuenrade gehört Friedrich Grosche zu den bekannten Gesichtern.

Besonders oft wird er unter dem Namen „Antek“ Grosche angesprochen. Übrigens: Den Namen „Antek“ hat er sich von einem Holländer angeeignet, mit dem er in den Nachkriegsjahren gemeinsam Kartoffel geerntet hat. Friedrich Grosche fand damals als zehnjähriger Junge den Namen Antek besonders gut und attraktiv. Er erzählte von dem freundlichen Holländer mit dem lustigen Namen und prompt wurde er von seinen Mitschülern „Antek“ gerufen.

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