Glasfaser in Neuenrade: "Im Sommer Licht auf der Leitung"

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Etliche Interessierte kamen zur Informationsveranstaltung "Schnelles Internet"

Neuenrade - „Schon 2025 wird es in jedem Haushalt 500 Geräte geben, die sich mit dem WLAN verbinden – von der Mikrowelle bis zur Zahnbürste.“

Das prognostizierte Hans Jacksties in der vergangenen Woche bei einer Informationsveranstaltung im Kaisergarten. Der Neuenrader IT-Händler war einer der Experten, der vor knapp 20 Interessierte zum Thema schnelles Internet sprach. Gekommen war auch Bürgermeister Antonius Wiesemann.

Frank Sunder von der Firma innogy modererierte den Abend. Der Vertriebspartnerbetreuer stellte zunächst das noch junge Unternehmen vor. Innogy wurde 2016 als RWE-Ableger gegründet. Zu den Betätigungsfeldern des Unternehmens gehöre aber beispielsweise auch der Bereich der erneuerbaren Energien, verriet Sunder. Der Moderator kritisierte im Hinblick auf das schnelle Internet die deutsche Bundespolitik: „Wir laufen an vielen Stellen noch hinterher“, zog er einen Vergleich mit anderen Ländern.

Das sah auch der innogy-Vertriebspartner Jacksties so: „Wir liegen in Deutschland im weltweiten Internet-Ranking nur auf Platz 25.“ Der Händler verwies auf den Verfügbarkeitscheck auf der Homepage. Zudem könne er Interessierte auch gerne persönlich in seinem Ladenlokal beraten.

Reinhard Igel aus Balve erklärte dann den bereits laufenden Glasfaser-Netzausbau in Neuenrade, Balve und Sundern. Der Vertreter der Westnetz GmbH – ebenfalls eine RWE-Tochter – stellte in Aussicht: „Wenn alles funktioniert, haben wir im Sommer Licht auf der Leitung, wie man so schön sagt.“ Die Bundesnetzagentur, schob Sunder ein, teile den Anbieter Teilbereiche des Marktes zu. Auf einigen Bereichen der Neuenrader Altstadt habe so etwa die Telekom ein Monopol. Dort könne innogy kein schnelles Internet anbieten. Die Angebote des Mitbewerbers Telekom seien aber auch schon viel besser, als das, was die meisten Internet-Nutzer zu Hause hätten.

Gerne hörten die Anwesenden folgende Information: Bei bisherigen Leitungen sei es in der Regel so, dass beispielsweise eine Internet-Geschwindigkeit von „bis zu zwölf Mbit“ vertraglich versprochen werde aber lediglich acht Mbit beim Verbraucher ankämen. Durch die neuen Glasfaser-Netze, bei denen künftig in Neuenrade lediglich „der letzte Meter“ aus einer Kupfer-Leitung bestehe, sei der Leitungsverlust dann allerdings „zu vernachlässigen“.

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