Girls' Day in Neuenrade: Einblick in technische Berufe

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Auch bei der E-Holding erhielten die jungen Frauen eine Betriebsführung.

Neuenrade - Girls’ Day war heute und in vielen Firmen tummelten sich Mädchen aus den Klassen fünf, sechs und neun, machten Firmenführungen mit, schnupperten Betriebsluft und informierten sich über berufliche Möglichkeiten in meist von Männern dominierten Bereichen.

 Zumindest an einigen Schulen wird er auf Boys- and Girl´s Day erweitert. Dabei geht es darum, dass die Mädchen in einen Männerberuf reinschnuppern sollten und die Jungen in einen Frauenberuf. Auch die Firma Schniewindt GmbH & Co KG öffnete ihre Türen. Acht Mädchen nutzten die Gelegenheit, um den Girls’ Day dort zu verbringen. Darunter Miriam Tiffe, ein Mädchen aus der neunten Klasse des Burggymnasiums Altena.

Sie gab einen kleinen Einblick: Sie hatte sich Schniewindt ausgesucht, weil sie jeden Tag an dieser Firma vorbei fährt und einmal hinter die Kulissen schauen wollte. Das konnte sie gestern ausgiebig tun. Sogar eine Aufgabe bekamen sie und die übrigen Mädchen. Es galt einen Stiftehalter herzustellen: Dafür mussten sie Metall biegen und lackieren. Miriam könnte sich vorstellen in der Richtung etwas später als Beruf zu machen – aber eher in Richtung Marketing und Qualitätskontrolle. Über diese Unternehmensbereiche wurden sie schon informiert, auch gab es für die Schülerinnen eine Präsentation. Insgesamt hat es ihr bisher „sehr gut gefallen“ und sie fand es „sehr interessant und spannend“. Auch zum Girls’ Day hatten die Mädchen eine Meinung: Eine Schülerin der Neuenrader Gemeinschaftsschule sagt: „Im allgemeinen ist der Boys’ and Girls’ Day eine gute Sache, da man einen Einblick bekommt und dadurch vielleicht weiß, was man später als Beruf machen könnte“.

Interessante Einblicke gab es auch bei Schniewindt

Auch bei der Firma DST, die zur E- Holding gehört, wurde Schülerinnen die Möglichkeit geboten sich zu informieren. Bei ihnen waren sieben Mädchen. Yasmin Scheel, ein Mädchen aus der neunten Klasse des Burggymnasiums in Altena, hat sich für dieses Unternehmen entschieden, weil sich die Sache mit den Magneten spannend angehört habe. Bei DST werden unter anderem Magnetkupplungen hergestellt, die in der chemischen oder Arzneimittelindustrie Anwendung finden.

Die jungen Frauen erhielten eine Betriebsführung und hörten dort einige Präsentationen zu bestimmtem Bereichen des Unternehmens. Außerdem mussten sie auf Tapeten schreiben, was sie von bestimmten Berufen halten. Alina und Laura, aus der neunten Klasse des Burggymnasiums in Altena, könnten sich sogar vorstellen, so etwas später als Beruf zu machen. Der Tag hatte ihnen sehr gut gefallen. Yasmin findet zudem, dass der Boys’- and Girls’ Day eine gute Gelegenheit sei, um mal einen typischen Männerberuf kennenzulernen. In der Tat: Männerberuf. So kann sich Manuel Aumann, der gestern den jungen Frauen die Funktionsweise der Magnetkupplungen erläuterte, gut erinnern, dass in seiner Berufsschulklasse kein einziges Mädchen war. Zerspanungsmechaniker scheint bei jungen Frauen noch immer nicht der Trendberuf zu sein.

Bei der E-Holding jedenfalls möchte man, dass sich Mädchen trauen, auch in technischen Berufen ihre berufliche Zukunft zu suchen. Alica Daube: „Mädchen sind mindestens genauso gut wie Jungen“. Was die Rekrutierung von Nachwuchs anbelangt, so ist man bei der E-Holding genauso auf Zack wie bei Schniewindt. Man denkt an die Zukunft des Unternehmens und zeigt Mädchen die Perspektiven der technischen Berufe auf.

 - Von Ines von der Beck und Peter von der Beck

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