Getrüdchen: Neuheiten, Höhepunkte, Bewährtes

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Sabine Rogoli. ▪

NEUENRADE ▪ Das Gertrudenkomitee war am Dienstagabend in bester Stimmung. Alle Vorbereitungen die getroffen werden mussten, sind geschehen. Der Peitschenknall zur Eröffnung des Marktes am 17. März kann ertönen. „Eine Idee für deine Gertrudenrede ist auch schon geboren“, wandte sich Dr. Rolf Dieter Kohl an Bürgermeister Klaus Peter Sasse. Verraten wurde aber in der Sitzung im Kaisergarten noch nichts.

Für ein besonderes Highlight im Kirmesbereich soll in diesem Jahr der X-Factor sorgen. Ein Fahrgeschäft, das es in sich hat. Überschläge, schnelle Drehungen – da ist der Nervenkitzel vorprogrammiert. „Höher, größer und weiter“, beschrieb Ordnungsamtsleiterin Sabine Rogoli das action-geladene Fahrgeschäft. „Da geht mir die Muffe“, gab sie kleinlaut zu. „Aber wir müssen den Kids etwas bieten.“

Daneben erfreut sich das Gertrüdchen auch bei Markthändlern einem immer größeren Interesse. „Zahlreichen Händlern musste ich absagen“, erklärte Rogoli. Das Angebot könne sich aber wieder sehen lassen. So gibt es Liköre, Senf, Duftöle und bedruckte Schokolade als kleinere Neuheiten an den Marktständen.

Auf dem Kirmesplatz stehen wie in den Vorjahren neben dem neuen Highlight X-Factor der Autoscooter, ein Kettenflug und der immer wieder beliebte Power-Dance. Auch der kulinarische Bereich sollte für jeden Besucher etwas zu bieten haben. Es gibt Eis, Hot-Dogs, Hamburger, Pilze und Süßwaren. Der China-Imbiss kam im vergangenen Jahr so gut, sodass er auch in diesem Jahr wieder einen Platz bekommen wird.

Auch im Bereich um die Villa am Wall gibt es einige Neuerungen. Dort präsentieren sich die Integrationslotsen und der TuS Neuenrade ist mit einer Torwand vertreten. Das Puppentheater wird zwar diesmal nicht dabei sein, aber dafür können sich die Kinder wieder auf das Ponyreiten freuen.

Um in den Abendstunden für Ordnung zu sorgen, werde auch im 657. Gertrüdchen-Jahr die Zusammenarbeit mit Polizei und Jugendamt fortgesetzt. „Die Jugendschutzkontrollen haben sich bewährt“, erklärte Sabine Rogoli. Zum ersten Mal werde zudem ein Plan mit Legende des Veranstaltungsgeländes an Polizei und den Märkischen Kreis geschickt. „Das gibt ein Stück Sicherheit mehr“, betonte Rogoli, auch wenn das Gertrüdchengelände nach allen Seiten offen sei.

Außerdem habe sich die Verkürzung des Krammarktes auf Samstag und Sonntag bewährt. Die Händler sind damit sehr zufrieden. „Es ist kein Platz mehr frei“, freute sich auch die Ordnungsamtsleiterin. Deren Engagement lobte der Bürgermeister. „Seit Wochen kommt sie mir im Rathaus entgegen und hat immer etwas Neues.“

Klaus Peter Sasse erinnerte die Komitee-Mitglieder an das kleine Jubiläum in diesem Jahr: „1977 stellte die FDP-Fraktion den Antrag das Gertrüdchen wieder zu feiern und im gleichen Jahr traf der Rat den Entschluss.“ Da kamen bei vielen der Anwesenden Erinnerungen auf, wurden doch die ersten Feste noch in der Altstadt gefeiert. ▪ David Schröder

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