Immobilienmarkt gerät in Bewegung

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Zu verkaufen – das liest man in Neuenrade immer häufiger. ▪

NEUENRADE ▪ Offenbar gerät der Markt für gebrauchte Immobilien in Neuenrade aktuell in Bewegung. Zumindest freuen sich heimische Makler über überdurchschnittliche Verkäufe. Auch im Rathaus registriert man mehr Nachfrage.

Heinz Vogel, Wirtschaftsförderer im Rathaus und unter anderem für die Betreuung des Projektes „Jung kauft Alt“ zuständig, mit dem junge Familien überzeugt werden sollen Altimmobilien zu kaufen, freut sich jedenfalls über ein verstärktes Interesse. 5000 Euro sind in dem Projekt-Fördertopf der Stadt Neuenrade. Daraus können zum Beispiel Begutachtungen der Altimmobilien bezuschusst werden – sowohl für potenzielle Käufer als auch Verkäufer. Sobald der städtische Haushalt genehmigt wird, werden die Förderbedingungen ausgetüftelt. Gleichwohl hätten sich schon erste Interessenten gemeldet, sagte Vogel. Darunter sei die junge Familie, die unbedingt in die Hönnestadt ziehen möchte aber auch der ältere Immobilienbesitzer, der verkaufen will.

Der Alt-Immobilienmarkt in Neuenrade erwies sich bisher als schwierig. Auch aufgrund des demographischen Wandels stehen viele Häuser leer und weitere massive Leerstände drohen. Die Stadt reagiert und versucht mit weiteren Mitstreitern aus der Branche gegenzusteuern. Um die 70 Einfamilienhäuser stehen leer, rund 240 Häuser werden von älteren Alleinstehenden bewohnt.

Der Neuenrader Immobilienmakler Ulrich Werdes jedenfalls registriert gerade im Januar und Februar eine verstärkte und gute Nachfrage. „Das Interesse an Immobilien in Neuenrade ist gestiegen“. Ursache sei sicher der extrem niedrige Zinssatz aber auch die Presseveröffentlichungen zu dem Thema hätten die Aufmerksamkeit befeuert.

Immobilienmakler Helmut Schäfer freut sich ebenfalls über das Interesse: „Das Jahr hat turbulent angefangen“. Er habe schon einige Objekte verkauft, weitere Verkäufe stünden an. Normalerweise würde er erst im April/Mai so viel verkaufen. Junge Familien zeigten nun verstärkt Interesse und das liege sicher auch an den „extrem günstigen Zinsen“. ▪

Von Peter von der Beck

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