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Trommeln für eine schöne Altstadt

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Von: Carla Witt

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Die Quartiersmanager Denise Hilgenböker und David Knospe (stehend) stellten den Ausschussmitgliedern den Gestaltungsleitfaden für die Altstadt vor.
Die Quartiersmanager Denise Hilgenböker und David Knospe (stehend) stellten den Ausschussmitgliedern den Gestaltungsleitfaden für die Altstadt vor. © witt

„Wir müssen jetzt die Werbetrommel rühren“, unterstrich Quartiersmanager David Knospe am Dienstag im Ratssaal. Gemeinsam mit seiner Kollegin Denise Hilgenböker stellte er den Entwurf des Gestaltungsleitfadens für die Altstadt vor, dem später alle Mitglieder des Ausschusses für Bau-, Planungs- und Stadtentwicklung zustimmten.

Neuenrade – Anregungen von Bürgern seien in der letzten Zeit nicht gekommen, berichtete Hilgenböker. Damit der Leitfaden zukünftig Beachtung finde und möglichst viele Vorschläge daraus realisiert würden, gelte es, die Menschen zu motivieren und die Mittel des Verfügungsfonds zugänglich zu machen. Zudem solle ein Faltblatt, das eine inhaltliche Zusammenfassung des Leitfadens enthält, in türkischer Sprache gedruckt werden. Dieses Info-Blatt werde man den Exemplaren beifügen, die verteilt werden sollen, sagte Denise Hilgenböker.

Der Gestaltungsleitfaden ersetzt zukünftig die bisher geltende Gestaltungssatzung und ist flexibel anwendbar. Er hat keine formale Rechtswirkung und soll die Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt zur freiwilligen Umsetzung der aufgezeigten Maßnahmen animieren.

Infos über Fördermöglichkeiten

Die Broschüre informiert über Fördermöglichkeiten wie das Fassadenprogramm und den Verfügungsfonds für die Altstadt – den Bereich, der durch die Straßen Hinter der Stadt, Dahler Straße, Erste Straße, Eulengasse und Lange Gasse eingefasst ist. Das Handbuch bezieht sich auf unterschiedliche Bereiche der Häuser, unter anderem Vorgärten, Fenster und Türen, Dach und Dachaufbauten, Fassaden, aber auch weitere Elemente wie Mülltonnen und Zäune werden thematisiert.

Der zweite Teil richtet sich an alle Gewerbetreibenden und ist mit dem Titel „Gastronomie, Handel und Dienstleistungen“ überschrieben. Er beschäftigt sich beispielsweise mit Schaufenstern, Außenwerbung, Möblierung und Warenpräsentation.

Für alle Bereiche gibt es Tipps, was zur Neuenrader Altstadt passt und was nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Dabei müsse nicht immer viel Geld investiert werden, unterstrichen die Quartiersmanager. „Wir haben Wert darauf gelegt, Tipps zu geben, wie auch mit wenig Geld viel erreicht werden kann.“ Ein Beispiel dafür seien die Mülltonnen, die in der Altstadt sofort ins Auge fielen – und das Gesamtbild ganz erheblich stören würden, unterstrich Hilgenböker. Die Quartiersmanager weisen deshalb im Gestaltungsleitfaden auf die Möglichkeit hin, Einhausungen für Mülltonen einfach selbst zu bauen – oder mithilfe des Verfügungsfonds Mülltonnen-Strümpfe, das sind bedruckte Überzüge aus PVC, zu finanzieren.

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