Sechs Wochen nach dem Unwetter

Gesperrte Höllmecke: Darum fehlt ein Sanierungskonzept noch immer

Damit kein Autofahrer in Versuchung gerät und eine riskante Abkürzung über die Höllmecke nimmt, wurde die Straße nicht nur mit den üblichen Absperrungen gesichert, sondern auch durch Big-Packs, die mit Splitt gefüllt sind.
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Damit kein Autofahrer in Versuchung gerät und eine riskante Abkürzung über die Höllmecke nimmt, wurde die Straße nicht nur mit den üblichen Absperrungen gesichert, sondern auch durch Big-Packs, die mit Splitt gefüllt sind.

Über die Höllmecke aus Neuenrade ins Lennetal zu gelangen, bleibt noch für längere Zeit unmöglich.

Die Straße ist nach dem Starkregenereignis Mitte Juli zerstört, der angrenzende Bach hat sich ein Bett gesucht, das an einige Stellen mitten über die Reste der Straße führt.

Damit kein Autofahrer in Versuchung gerät, dort eine lebensgefährliche Abkürzung zu nehmen, hat die Stadt Neuenrade die Straße nicht nur mit den üblichen Absperrungen gesichert, sondern auch gleich mit Split gefüllte Big-Packs quer hinter der Absperrung deponiert. So kann nicht jeder die Sperren beiseite schieben.

Ortsbesichtigung hat stattgefunden

Denn wer hinunter fährt, riskiert, dass möglicherweise unter ihm die Straße wegen möglicher ausgewaschener Hohlräume zusammenbricht. An der Barriere kommt höchstens noch ein Panzer oder ein schmales Motorrad vorbei. Immerhin hat inzwischen eine Ortsbesichtigung durch den Landesbetrieb Straßen.NRW im Beisein der Unteren Wasserbehörde stattgefunden. Doch ein Sanierungskonzept liegt noch nicht vor. Da benötige man noch Zeit, ließ Straßen.NRW-Sprecher Andreas Berg jetzt auf Nachfrage der Redaktion durchblicken.

Auch bei der Unteren Wasserbehörde ist man noch nicht so weit. Die Nachfrage beim Märkischen Kreis ergab, dass konkrete Maßnahmen noch nicht feststünden. Erst in weiteren Gesprächen könne eruiert werden, wie denn die Höllmecke am besten wieder in ihr Bett zurückverlegt werde, erläuterte Sprecher Alexander Bange auf Nachfrage. Aus anderer Quelle war zu hören, dass man möglicherweise mit großen Steinen operieren werde, um die Straße zu sichern und den Bach in seinem ursprünglichen Bett zu halten.

Stadt Neuenrade weiß von nichts

Nicht involviert in den ganzen Vorgang ist bislang die Stadt Neuenrade. Bauamtsleiter Marcus Henninger sagte auf Nachfrage: „Es gab einen Termin, der ist aber ausgefallen. Mehr kann ich nicht dazu sagen.“ Auch Kollege Han-Jörg Ossenberg wusste nichts, war ebenfalls „bei keiner Begehung dabei“.

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