Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde

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Hier wirft Mario Droste, Vollziehungsbeamter der Stadtkasse, einen Blick auf die Ausstellungsstücke.

Neuenrade - Einen kleinen Ausflug in die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Neuenrade können derzeit alle Besucher des Rathauses zu dessen Öffnungszeiten unternehmen – und dafür braucht es gerade mal ein paar Minuten Zeit. Noch bis Montag, 22. September sind unter anderem Fotos, Dokumente, Malereien und die große Abendmahlkanne der Gemeinde in zwei Vitrinen ausgestellt.

Im Jahr 1564 hatte der Neuenrader Reformator Hermann Wilken die Neuenrader Kirchenordnung verfasst, da er die Bürger und sich selbst Luther verpflichtet sah und nichts mehr mit dem Katholizismus zu tun haben wollte, erklärt Stadtarchivar Dr. Rolf Dieter Kohl. Dass die Kirchengemeinde in der Stadt in diesem Jahr 450 Jahre alt wird, war für Dr. Rolf Dieter Kohl und die evangelische Kirchengemeinde mit Pastor Harald Steinhoff Anlass, einige Stücke im Rathaus auszustellen.

Die silberne Abendmahlkanne etwa wurde im Jahr 1883 zum 400. Geburtstag von Dr. Martin Luther in der Silberschmiede A. Künne in Altena gefertigt, entnehmen die Besucher der Beschilderung. „Das Christusmonogramm mit Alpha und Omega befindet sich auf der einen Seite, auf der anderen Seite ist das Neuenrader Stadtwappen zu sehen“, erklärt Dr. Kohl, „und die Muttergottes mit dem Kind.“

Frühe Fotografien der Pfarrkirche – aus heute verbauter Perspektive – und der Kanzel bekommen die Besucher außerdem präsentiert. „Ein Blick darauf lohnt sich. Das sind die ältesten Fotografien, die ich von der Pfarrkirche finden konnte. Die stammen aus der Zeit um 1900“, wirbt Kohl für die kleine Ausstellung. Nicht nur die kirchengeschichtliche Entwicklung lässt sich anhand der Ausstellungsstücke nachvollziehen – auch wichtige Persönlichkeiten aus dem kirchlichen Umfeld der letzten 450 Jahre können die Besucher „kennenlernen“ – „auch wenn wir gar nicht alles ausstellen können, was für vollständiges Wissen nötig wäre“, sagt Dr. Rolf Dieter Kohl.

Von Kristina Köller

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