Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“

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Spielzeug, Kleidung und Lernmaterialien können die Neuenrader noch bis zum 15. November verpacken. ▪

NEUENRADE ▪ Weihnachten gilt als Fest der Nächstenliebe. Das Projekt des Berliner Vereins „Geschenke der Hoffnung“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Nächstenliebe auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zu tragen. Mit der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ möchte der Verein benachteiligte Kinder in Ländern wie Rumänien, Georgien oder Serbien unterstützen.

Das überkonfessionelle Projekt des Berliner Vereins läuft bereits seit langem mit großem Erfolg. Allein im letzten Jahr kamen 459 190 als Geschenke verpackte Kartons zusammen, die an Kinder in derzeit 21 Ländern verteilt wurden, wie der Verein mitteilt. Auch die Neuenrader haben in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, Kinder in Not zu unterstützen. In der Apotheke am Stadttor können die Neuenrader bis zum 15. November verpackte Kartons, gefüllt mit Spielzeug, Kleidung oder Lernmaterialien, abgeben.

Ingrid Plaga von der Evangelischen Kirchengemeinde Plettenberg organisiert zusammen mit Evelyn Hölscher und weiteren Helfern die Aktion im Lennetal. Plaga weist daraufhin, dass beim Packen der Kartons eine gute Mischung wichtig sei. Der Verein empfiehlt als Geschenke neuwertige Spielsachen (Auto, Ball oder kleine Puppe), Kleidung (Mütze, Schal, Pullover), Hygieneartikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Handtuch), Schulsachen (A5-Hefte, Bunt- oder Bleistifte) und originalverpackte Süßigkeiten (Bonbons, Lutscher oder Vollmilchschokolade). „Bei der Kleidung sollten Spender außerdem darauf achten, dass es warme Sachen sind, da die Pakete aus unserer Region in Länder gehen, in denen zur Zeit der Verteilung Winterzeit ist“, erklärt Evelyn Hölscher.

Bevor er das Päckchen packt, kann sich der Sponsor zunächst aussuchen, ob ein Mädchen oder einen Jungen beschenken möchte. Auch die Altergruppe kann er wählen. Nach Abgabeschluss gehen die Päckchen zunächst nach Berlin und werden Anfang Dezember in die jeweiligen Länder transportiert und verteilt. „Es ist ein ergreifendes Erlebnis, wenn die Kinder die Geschenke erhalten“, berichtet Ingrid Plaga aus eigener Erfahrung. Plaga war 2005 selbst bei einer Verteilungsaktion in der Slowakei dabei. Obwohl das Land zur Europäischen Union gehöre, gehe dort die Schere zwischen arm und reich weit auseinander, sagt Plaga. „Viele Kinder können gar nicht glauben, dass der Karton komplett für sie allein ist. Das macht dich sprachlos“, erzählt die ehrenamtliche Helferin.

Weitere Informationen zur Aktion stehen in den Flyern, die bei Schuh Brockhaus, Ernsting’s Family, in der Bücherei, im Fitnesscenter Knuth, im Elektrogeschäft Filter und in der Apotheke am Stadttor ausliegen. ▪ Alisa Kannapin

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