Gertrüdchen: Viel Alkohol, wenig Ärger

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Auf dem Foto ist das Pusten nur zum Spaß – die „Polizistin“ ist nicht echt. Aber auch die richtigen Ordnungshüter waren auf dem Gertrüdchen unterwegs.

NEUENRADE ▪ Feucht-fröhlich ging’s am Wochenende in der Gertrüdchen-Passage zu. Literweise floss das Bier – hunderte Pinnchen Buba-Bitter gingen über die Theke. Und alles verlief – bis auf einen Zwischenfall (wir berichteten) – völlig friedlich. „Die Gäste haben sich sehr gut benommen, es gab diesmal keinen Ärger“, sagte am Montag Polizeihauptkommissar Jens Naumann auf Anfrage unserer Zeitung.

Zum zweiten Mal in der Gertrüdchen-Geschichte führte die Polizei zusammen mit dem Ordnungsamt der Stadt Neuenrade sowie dem Kreisjugendamt Jugendschutzkontrollen durch. Das heißt: „Wir haben Ausschau nach erkennbar alkoholisierten Jugendlichen und nach augenscheinlich Unter-16-Jährigen Ausschau gehalten.“ Rund 70 junge Besucher haben die Ordnungshüter am Samstag und Sonntag kontrolliert. Die meisten seien lediglich leicht alkoholisiert gewesen, erklärte Naumann. Nicht mit dem „erhobenen Zeigefinger“, sondern auf Augenhöhe seien sie den Jugendlichen begegnet, klärten sie über die Risiken des übermäßigen Alkoholkonsums auf. Und ließen die Feiernden pusten. Naumann: „Fast alle haben sich kooperativ gezeigt.“

Hier finden Sie Fotos vom Gertrüdchen 2010!

Gertrüdchen 2010

Insgesamt acht Flaschen Wodka und Spirituosen konfiszierten und vernichteten die Kontrolleure – mit dem Einverständnis der Jugendlichen. Nur ein junger Mann, habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag über die Stränge geschlagen. Trotz vorigem Gespräch mit der Polizei trank er weiter und musste schließlich vom DRK ins Balver Krankenhaus gebracht werden. ▪ lima

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