Gertrüdchen: Ponys bunt bemalen

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Das polnische Reitpony „Joshi“ eignet sich perfekt für die besondere Aktion, die sich Susanne Appelhans für das Gertrüdchen ausgedacht hat.

Neuenrade - „Das ist ganz lange her“, meint Reitlehrerin Susanne Appelhans auf die Frage, wann sie „aufs Pferd“ gekommen sei. Mit elf Jahren habe sie auf einem großen Gestüt geholfen. „So bin ich immer weiter reingerutscht“, erzählt sie.

 

Auf dem Hof in Küntrop, den die Reitlehrerin gepachtet hat, liegt der Fokus besonders auf der Ausbildung der Reiter. „Ich war schon immer begeistert vom Reiten“, erklärt Appelhans. Die gelernte Erzieherin konnte nie von diesem Hobby lassen. Sie machte es schließlich zu ihrem Broterwerb und erwarb den Trainerschein. Die Kombination von Kind und Pferd sei dabei besonders reizvoll. Die Heranwachsenden lernen mit, durch und an den Pferden. So hat sich Appelhans auch etwas Besonderes für das Gertrüdchen ausgedacht, auf dem sich die Pferdebetriebe der Region mit einem Stand präsentieren.

 Vier Ponys dürfen einen Ausritt auf das Volksfest wagen. Ein helles Fell müssen dabei alle haben, schließlich sollen die jungen Besucher die Tiere völlig neu erfahren. Mit Fingermalfarbe dürfen sie die Ponys bunt bemalen. Dass Appelhans ihre Begeisterung für das Reiten weitergeben will, zeigt sich auch an der beachtlichen Bandbreite der Ausbildung auf dem Hof.

 Im Ponyclub kommen die ganz jungen Pferdeliebhaber in Kontakt mit den Vierbeinern. Außerdem werden Longenunterricht, Dressur, Springreiten und Voltigieren im Schatten der Motte angeboten. Auf zwei großen Plätzen und einem Winterpaddock, also einem Platz mit Sandboden für den Winter, haben Tier und Reiter Raum zur freien Entfaltung. Außerdem steht den Sportlern auch eine große Reithalle zur Verfügung.

Insgesamt 38 Boxen bietet der Hof, an jeder ist ein Zettel angebracht. Auf ihnen stehen neben dem Namen auch die Nummer des Arztes und des Hufschmieds und außerdem ein Speiseplan, damit jedem Pferd auch die richtige Mahlzeit kredenzt wird. Regelmäßig stehen Lehrgänge mit international bekannten Lehrern auf dem Programm, wie etwa Karl Brocks beim Spring- oder Bruno Greitemann beim Dressurreiten.

Insgesamt 30 Pferde nennen indes den Hof ihr Zuhause. Dabei unterscheiden die Lehrer neben den Pensionspferden zwischen Schul- und Förderpferden. Während letztere auf zwei bis drei Reiter zugeschnitten sind und einmal am Tag aus der Box müssen, sind die Schulpferde wahre Alleskönner. Denn die Tiere müssen auch starke Nerven haben und immer brav sein, da am Tag viele der Kinder mit und auf ihnen lernen. Aus diesem Grund stelle der Jahrmarktrummel kein Problem für die Vierbeiner dar, die Pferde seien schließlich viele Menschen um sie herum gewöhnt.

 Ein gutes Schulpferd zu finden sei allerdings ob der Anforderungen recht schwierig. Appelhans freut sich indes auf das Gertrüdchen, bei dem sie zum zweiten Mal vertreten ist. „Da ist ganz schön was los“, befindet sie.

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