Gertrüdchen: Verkaufsoffener Sonntag fraglich

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Der Gertrüdchen-Sonntag ist immer besonders gut besucht: Ob in diesem Jahr aber dann auch die Läden öffnen, ist derzeit noch unklar.

Neuenrade - Ob es nun einen verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Gertrüdchens in knapp zwei Wochen geben wird, steht noch nicht fest.

So hat die Stadt Neuenrade zwar eine Satzung verabschiedet, die eine Öffnung der Läden ermöglicht. Aber da wäre ja noch die Gewerkschaft Verdi. 

Möglicherweise legen die Gewerkschafter ihr Veto ein und erheben Klage gegen die Verordnung zum traditionellen verkaufsoffenen Sonntag zum Gertrüdchen. Sie wollen damit die Arbeitnehmer schützen. Verdi lehne verkaufsoffene Sonntage aus ethisch-moralischen und aus gewerkschaftlichen Gründen ab. Aber: Der Verdi-Bezirksgeschäftsführer Uwe Weiskirch sagte auf Nachfrage, dass er nicht unbedingt den Klageweg sehe. Gleichwohl betonte er, dass es gar keine Unsicherheiten geben müsste, wenn die Kommune „ihre Hausaufgaben machen würde“. 

Verdi kritisiert Fünf-Jahres-Plan 

Der Verdi-Mann sieht schon Schwierigkeiten, weil in Neuenrade eine Regelung für fünf Jahre angestrebt wird. Auch fehle die Besucherzahl, ein Basisfehler. Die Zahl müsse auf den Tisch, fordert er. 

Weiskirch ist sich sicher: Wenn alles so wie es sich ihm jetzt darstelle, vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg lande, würde man die Öffnungszeiten-Verordnung dort kassieren. Weiskirch verwies zudem darauf, dass es eine Handlungshilfe vom Wirtschaftsministerium gebe, nach der sich die Stadt nur richten müsse. Es gehe darin um glaubhafte Kriterien und Prüfelemente. Gut wäre auch, wenn man miteinander sprechen würde, sagte Jürgen Weiskirch. 

Stadtverwaltung bleibt gelassen 

Bei der Neuenrader Stadtverwaltung bleibt man gelassen angesichts der Vorwürfe. So sagte der zuständige Amtsleiter Marcus Henninger, dass man sich natürlich an den Handlungsempfehlungen des Wirtschaftsministeriums orientiert habe. Er betont: „Wir haben die Empfehlung des Ministeriums Buchstabe für Buchstabe abgearbeitet.“

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