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Gertrüdchen lebt endlich wieder auf

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Von: Carla Witt

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Freuen sich auf das Gertrüdchen: Sabine Rogoli (Ordnungsamt), Bürgermeister und Stadtmarketing-Vorsitzender Antonius Wiesemann sowie Sandra Horny und Dennis Böhm vom Stadtmarketing (v.l.).
Freuen sich auf das Gertrüdchen: Sabine Rogoli (Ordnungsamt), Bürgermeister und Stadtmarketing-Vorsitzender Antonius Wiesemann sowie Sandra Horny und Dennis Böhm vom Stadtmarketing (v.l.). © witt

Die Corona-Zwangspause ist vorbei, die Neuenrader können sich auf ihr Traditionsfest freuen.

Neuenrade – Auf diesen Termin hat sich Bürgermeister Antonius Wiesemann lange gefreut: Nach den coronabedingten Absagen in den vergangenen drei Jahren kann er sich nun endlich wieder an die Neuenrader wenden, um das Gertrüdchen anzukündigen. Vom 17. bis zum 19. März soll in der Hönnestadt im 668. Jahr das große Volksfest gefeiert werden.

„Wir wollen ein schönes und traditionelles Gertrüdchen auf den Weg bringen“, verspricht das Stadtoberhaupt – auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins. „Natürlich werden wir wieder die Gasse bespielen und am Freitag wird der ,Heilige Abend' nicht fehlen.“

Pfadfinder und Wirteverein sind mit im Boot

Die vor der Pandemie entstandene Idee, viele Vereine mit in die Bewirtung einzubinden, könne nicht umgesetzt werden. „Viele haben uns signalisiert, dass ihnen dazu inzwischen die Man-Power fehlt“ so Wiesemann.

Mit im Boot seien aber weiterhin die Pfadfinder und der Wirteverein, der einen Stand auf dem Platz übernehmen werde. „Zusätzlich werden wir eine Event-Agentur einbinden“, erklärt der Bürgermeister. Um welchen Veranstalter es sich handele, werde er in Kürze berichten, sagte Wiesemann – und kündigte eine weitere Neuerung an: Auf dem Volksbank-Parkplatz soll ein Zelt mit Bühne aufgestellt werden. „Abends werden dort die Pfadis, eine unserer wichtigen Säulen beim Gertrüdchen, für Programm sorgen.“ Tagsüber sollen heimische Vereine und Institutionen die Gelegenheit haben, sich, beziehungsweise ihre Arbeit, auf der Bühne zu präsentieren. Stadtmarketing-Geschäftsführerin Sandra Horny lädt sie dazu auch schriftlich ein.

Platz der Generationen spielt wichtige Rolle

Eine wichtige Rolle soll der Platz der Generationen spielen. Karussell Karlo macht Winterpause. „Also wollen wir dort etwas ganz besonderes präsentieren“, erklärt Wiesemann.“ Ortsfremde Autofahrer sollten neugierig werden und rechts ranfahren, um sich ins Gertrüdchen-Getümmel zu stürzen.

„Buba-Ever“ statt „Truden-Tropfen“

Das Gertrüdchen-Traditionsgetränk wird natürlich ebenfalls wieder ausgeschenkt. „Er heißt jetzt Buba-Ever“, berichtet Wiesemann, dass aus dem Kräuterschnaps „Truden-Tropfen“, der zuvor viele Jahre unter dem Namen „Buba-Bitter“ bekannt war, schließlich doch wieder ein „Buba“ geworden ist. „Für diese zukunftsfähige Lösung hat sich die Geschäftsführung des Stadtmarketings in Gesprächen mit den beteiligten Apothekern eingesetzt.“

Großfahrgeschäft ist „der Knüller“

Ordnungsamtsleiterin Sabine Rogoli kümmert sich seit vielen Jahren um die Schausteller und Händler, die das Gertrüdchen zum Leben erwecken. „Die Planung ist noch nicht abgeschlossen“, stellt sie fest. Schon jetzt stehe aber fest, dass der beliebte X-Faktor, eines der Großfahrgeschäfte, nicht dabei sein wird. „Er muss zur Generalüberholung und ist dann noch nicht fertig.“ Dennoch: Mindestens zwei Großfahrgeschäfte stünden garantiert auf dem Platz. „Und eines davon war noch nie hier. Das ist der Knüller“, verspricht Rogoli – mehr will sie jetzt noch nicht verraten.

Pferde in der Nähe der Boule-Bahn

Viele Schausteller-Bewerbungen lägen vor. Und: Die Partnerstädte und die Jugendfeuerwehr mischen mit. Auch die Pferde, die zwingend zum Gertrüdchen gehören, fehlen nicht. „Sie kommen am neuen Standort, in der Nähe der Boule-Bahn, groß raus. Dort sind sie etwas abgelegen und haben Ruhe, aber trotzdem mittendrin.“ Auch das Pony-Reiten solle dort angeboten werden.

Fest soll für alle bezahlbar bleiben

Nicht ganz so einfach sei die Händler-Akquise, erzählt Sabine Rogoli. „Sie sterben aus, weil die Kinder die Nachfolge nicht übernehmen.“ Auch coronabedingt hätten einige aufgegeben. Aber: „Der Gewürzhändler und der, der Solinger Stahlwaren anbietet, sind uns treu.“ Darüber hinaus ist sie zuversichtlich: „Es wird ein buntes Angebot da sein.“ Um das zu erreichen, seien auch die Standgebühren nicht erhöht worden. Dennis Böhm, 2. Vorsitzender des Stadtmarketings, ergänzt: „Das Ganze soll auch für die Besucher bezahlbar bleiben.“ Wiesemann unterstreicht: „Ein echtes Bürger- und Volksfest.“

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