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Gertrüdchen: So entscheidet die Stadt über großes Volksfest 2021

Auch 2021 wird in der Gertruden-Passage nicht gefeiert.

Viele Neuenrader werden sich schon gefragt haben, ob das Gertrüdchen im kommenden Jahr stattfinden kann. Jetzt ist im Rathaus eine Entscheidung gefallen.

Neuenrade - Ursprünglich wollte Bürgermeister Antonius Wiesemann, der auch Vorsitzender des Gertruden-Komitees ist, während einer Pressekonferenz am Dienstag über den Sachstand bezüglich  des Volksfestes informieren. Doch aufgrund der steigenden Infektionszahlen und der neuen Corona-Schutzverordnung will das Stadtoberhaupt kein Risiko eingehen: „Treffen von mehreren Menschen sollten vermieden werden.“ 

Statt dessen erreichte die Redaktion am Montagnachmittag eine Presseerklärung aus der hervorgeht: Auch das Gertrüdchen 2021 fällt dem Coronavirus zum Opfer. Wiesemann begründet, warum er es nicht für möglich hält, das Traditionsfest im kommenden Jahr durchzuführen: „Als Bürgermeister und als Vorsitzender des Gertruden-Komitees sehe ich zurzeit keine Möglichkeit, das für Neuenrade so wichtige Gertrüdchen stattfinden zu lassen. Steigende Infektionszahlen weisen auch weiterhin auf Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht hin und der Glaube an einen Impfstoff, der frühzeitig Anfang 2021 vorhanden sein könnte, ist auch sehr gering.“ 

Gertrüdchen 2021 abgesagt: Volksfest benötigt Monate voller Planung

Um ein Gertrüdchen vernünftig vorplanen zu können, müsse frühzeitig Kontakt zu Schaustellern und Händlern aufgenommen werden. Wichtig sei, den Wall und die örtlichen Gegebenheiten genau zu überplanen. Die gesamte Organisation beanspruche einige Monate Zeit, „so dass jetzt schon die Entscheidung für 2021 gefällt werden muss“, unterstreicht Wiesemann.

Deswegen sei es – mit großem Bedauern – zu dieser klaren Entscheidung gekommen – „in der Hoffnung, auf Verbesserungen im darauffolgenden Jahr.“ 

Insbesondere bedauere er diese Absage mit Blick „auf die Schausteller und Händler, für die Gastronomen in Neuenrade und Umgebung, für die Kreativen und auch für die Vereine, die sich in der neuen Organisation mit eingebunden hatten und sich dadurch auch finanziell an dem Gertrüdchen stärken wollten." Bedauerlich sei die Entscheidung letztendlich „auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und aus der Region, aber auch vor allem für die Kinder, die sich nach den langen Monaten der Zurückhaltung auf ein Gertrüdchen gefreut hätten.“ 

Zukunft von Gertrüdchen: Überlegungen zur kleineren Kirmes später

Die Entscheidung, das Fest abzusagen, sei nach Rücksprache mit dem langjährigen Gründungsmitglied des Gertruden-Komitees, Friedrich-Wilhelm Kohlhage, gemeinsam getroffen worden. Antonius Wiesemann: „Überlegungen, eine kleinere Kirmes zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr stattfinden zu lassen, wollen wir weiterverfolgen, weil uns beiden schon sehr bewusst ist, dass den Schaustellern geholfen werden muss. Ein weiteres Fest für die Kinder im Sommer würde auch die Attraktivität unserer Stadt steigern. So etwas kann natürlich nicht unter dem Schutzmantel der heiligen Gertrud geschehen. Wir wollen gemeinsam mit dem Gertruden-Komitee im Frühjahr 2021 Überlegungen anstellen, wie man so etwas gestalten könnte.“ 

Ob ein solches Fest dann aber tatsächlich stattfinden könne, sei jetzt noch ungewiss. „Natürlich nur unter den dann gegebenen Umständen, da momentan keiner weiß, wie sich die Situation entwickeln wird“, unterstreicht Wiesemann.

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