Gertrüdchen: Das große Reinemachen

kfd-Frauen putzen im Neri-Haus. ▪

NEUENRADE ▪ Das wars. Das Gertrüdchen 2011 ist Geschichte. Aber nur fast, denn gestern war noch großer Kehraus in Neuenrade: Die letzten Schausteller machten sich auf den Weg, der städtische Reinigungstrupp und der Baubetriebshof waren auf allen Plätzen und Straßen aktiv und hoch her ging es auch im Philipp-Neri-Haus.

Dort war eine ganztägige Putzaktion angesagt und schon vormittags war eine ehrenamtliche Reinigungskolonne der katholischen Frauengemeinschaft dabei, die Versammlungsräume wieder schick herzurichten und die Spuren des Publikums zu beseitigen. Resi Heyn, Agnes Nottelmann, Elisabeth Tolle und Mechthild Schewe hatten sich gestern die Küche vorgenommen, während unter anderem Ulrike Wolfinger und Bettina Scheumann im Versammlungsraum mit Putzzeug wirkten. Die kfd-Frauen zogen ihre Bilanz zum Gertrüdchen. Demnach waren sie hochzufrieden und hatten ein paar Zahlen parat. Allein 18 Kilogramm Mehl hätten sie für die Waffeln verbraucht und überhaupt seien alle Torten aufgegessen. Und der Besucherandrang sei enorm gewesen. „Zeitweise war es so, als ob ein Zug eingelaufen wäre, so viele Leute kamen herein“.Durchaus zufrieden mit dem Gertrüdchen waren auch die Schausteller. Werner Prohl, der seit vielen, vielen Jahre auch auf dem Gertrüdchen steht, sagte: „Das war gut“. Auch Alfons Tröger, der mit seinem Karussell dabei war, zeigte sich durchaus angetan von den Umsätzen. Nur mit dem Standplatz, da war er nicht ganz zufrieden. Tröger berichtete von ganz speziellem Kirmesbesucherverhalten, von Menschenströmen mit Rechtsdrall, und dass daher der Standort je nach Art des Geschäftes eine Rolle spiele. Stände mit gebrannten Mandeln würden immer am Ausgang einer Kirmes stehen. Denn nur für den Nachhauseweg würden sich die Leute das Naschwerk kaufen.Ein spezielle Bilanz zog man beim DRK Neuenrade: Dennis Böhm berichtete von acht Krankenhausfahrten, von diversen „Alkoholleichen“, um die man sich gekümmert habe. Auch etliche Verletzungen galt es zu behandeln. Das reichte von der Pflasterausgabe bis zur Versorgung der Platzwunde. Die städtische Truppe vom Ordnungsamt, allen voran Sabine Roguli, muss sich jetzt erst einmal erholen. Aus dem Rathaus berichtete man, dass sie teils 17 oder 18 Stunden auf den Beinen gestanden habe. Deshalb stand nach der Dienstbesprechung am Montag erst einmal Ausruhen auf dem Programm.Gut gefallen hatte das Gertrüdchen der jungen Mutter Antje Ackermann. Auch, weil sie das Volksfest in diesem Jahr aus einer anderer Perspektive erleben konnte – aus der ihres zweieinhalbjährigen Sohnes Fynn. Der sei vornehmlich am Puppentheater und an den Pferden interessiert gewesen. Es gibt eben immer etwas zu entdecken.

Peter von der Beck

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