Feiern in Neuenrade

Gertrüdchen-Bilanz: So lief das Fest aus Sicht von Stadt und Polizei

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Gut besucht war das Gertrüdchen vor allem am Sonntag.

Neuenrade – Die Stadt ist zufrieden mit dem Gertrüdchen. Und die Polizei meldet auch nur drei Einsätze. Einer endete für einen Balver mit zwei Anzeigen.  

„Eigentlich haben wir gar nicht gemerkt, dass Gertrüdchen war“, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. Und das ist gut so. 

Denn das heißt, dass es sehr friedlich zuging beim Festwochenende in Neuenrade. Lediglich drei Vorfälle verzeichnet er für die drei Tage von Freitag bis Sonntag. 

Größter Einsatz: Eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen zwei Balvern vor einem Lokal am Stadtgarten in der Nacht zum Sonntag. Gemeldet worden war um 1.15 Uhr eine Schlägerei. Die war aber schon vorbei, als die Beamten eintrafen, sagt Boronowski. Doch es hatte Schläge gegeben. 

Körperverletzung und Sachbeschädigung

Und so sprach die Polizei einen Platzverweis gegen einen 39-Jährigen aus Balve aus. Der Mann muss sich zudem wegen Körperverletzung verantworten. Opfer war ein 37-Jähriger, ebenfalls aus Balve. Bei dem Streit ging auch ein Plastiktisch zu Bruch. Und so kommt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung hinzu. 

Eine weitere vermeintliche Schlägerei, zu der die Beamten rund eine Stunde früher zum Karussell Karlo gerufen worden waren, entpuppte sich als Fehlalarm. Dort habe die Polizei nichts feststellen können. 

Das dritte Delikt: Einem 19-Jährigen wurde ebenfalls in der Nacht zum Sonntag die Geldbörse aus der Hosentasche gestohlen. Er bemerkte den Diebstahl gegen 0.15 Uhr im Bereich Alte Burg. Sonst blieb es friedlich. 

Regen schreckt nicht ab

Eine positive Bilanz zieht auch Bauamtsleiter Marcus Henninger nach der Großveranstaltung. „Gemessen an den Randbedingungen war es ein sehr gutes Wochenende“, sagt er. Mit Randbedingungen meint er vor allem das unbeständige Wetter mit relativ frischen Temperaturen und viel Regen. Das ist zwar typisches Gertrüdchen-Wetter, und die Neuenrader sind es gewohnt. Trotzdem zieht es bei Frühlingstemperaturen und Sonnenschein natürlich mehr Besucher zu Freiluft-Veranstaltungen. 

Aus diesem Grund hatten auch drei Händler kurzfristig abgesagt und Lücken in der Budengasse hinterlassen. Wegen des Wetters hatte ebenso der Betreiber des Kettenkarussells, das in den vergangenen Jahren eine der Hauptattraktionen gewesen war, im Vorfeld abgesagt. 

Neue Hauptattraktion: die Geisterbahn.

Doch die neue Attraktion, die Geisterbahn mit Gruselfaktor im Stadtpark, sei sehr gut angenommen worden, sagt Marcus Henninger. 

Froh waren die Verantwortlichen der Stadt, Händler und Besucher, dass der verkaufsoffene Sonntag wie geplant über die Bühne gehen konnte. Verdi hatte im Vorfeld mit einer Klage gedroht, diese dann aber letztlich nicht eingereicht

Und so herrschte ein Riesenandrang in einigen Geschäften. Vor dem Baumarkt Arens & Hilgert mussten Parkeinweiser die Massen an Autos lenken, drinnen herrschte großes Getümmel, und auch die Neuenrader Einzelhändler zeigten sich am Sonntag zufrieden. Der verkaufsoffene Sonntag ist für Neuenrade wichtig. Schließlich „ist es der Einzige im Jahr und somit was Besonderes für Händler und Besucher“, sagt Henninger. 

Der Rückblick in Bildern

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