Austellung als „Eyecatcher“ im Rathaus

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In den Vitrinen und im Treppenhaus sind seit gestern Werke des Künstlers Gerd Artur Kraske zu sehen. ▪

NEUENRADE ▪ Als „Eyecatcher“ bezeichnet Bürgermeister Klaus Peter Sasse die Werke von Gerd Artur Kraske. Von kräftigen Farben über Pastelltöne bis hin zu Bildern in schwarz-weiß reicht das Farbspektrum. Eckige und runde Formen wiederholen sich, wirken aber auf jedem Bild anders. Im Rathaus eröffnete am Mittwoch eine Ausstellung des Künstlers.

Damit erfüllt sich der Lebenstraum von Gerd Artur Kraske erst nach seinem Tod: Der an Parkinson erkrankte Künstler und Kunstlehrer war im März verstorben. Bis zuletzt hatte er gehofft, eines Tages wieder malen zu können und seine Bilder auszustellen, erzählte am Mittwoch seine Schwester Lieselotte Ernst, die gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Peter Sasse die Ausstellung eröffnete: „Er hatte einen unerschütterlichen Optimismus.“

Die Idee einer Ausstellung ließ Lieselotte Ernst nach dem Tod ihres Bruders nicht los. Schließlich wandte sie sich an Bürgermeister Sasse und fragte, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, die Bilder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Wir haben uns entschieden, die Werke im Rathaus auszustellen“, sagte Klaus Peter Sasse am Mittwoch. „Die Bilder sollen ja auch verkauft werden. Deshalb ist das Rathaus günstiger als die Galerie: Hier kommen einfach mehr Leute vorbei.“

Gerd Artur Kraske würde sich über die Ausstellung in Neuenrade freuen, da sind sich Sasse und Lieselotte Ernst einig. Nicht nur, weil seine Bilder jetzt endlich ein breites Publikum finden, sondern vor allem, weil der Ausstellungserlös der Kiku Kunstwerkstatt zugutekommen soll. „Kinder wollen Papier haben und malen etwas darauf. Das verschenken sie dann als ihr Werk“, sagte Sasse. Diese Erfahrung habe er als Vater und Großvater gemacht. Später seien Sport und Musik wichtiger für Kinder und Jugendliche. „Warum bleibt die Kunst auf der Strecke?“, fragte der Bürgermeister in die Runde der Ausstellungsbesucher. „Ich glaube, es liegt daran, dass es zuwenig Malschulen gibt.“ Die Neuenrader Kiku zu unterstützen, sei daher sicher im Sinne Kraskes. ▪ Constanze Raidt

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