Die Bürgerinitiative will informieren

Geplanter Moscheeneubau: Demo, Gegendemo und Stellungnahme

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Bettina Griesenbruch mit Megafon bei einer Demonstration gegen Windkraft auf dem Kohlberg

Neuenrade -  Die Bürgerinitiative "Neuenrade - Moscheebau verhindern" wird bei ihrer Demonstration am Donnerstagnachmittag eine Gegenkundgebung bekommen, die von Neuenrader Privatleuten ausgeht.  Zudem bezieht Bettina Griesenbruch, Organisatorin der Bürgerinitiative, Stellung zu CDU-Aussagen, kritisiert Mark Hantelmann. 

Bettina Griesenbruch, die Organisatorin der Bürgerinitiative „Neuenrade – Moscheebau verhindern“, wendet sich mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit. Sie kritisiert Aussagen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hantelmann. Er hatte es für „nachvollziehbar“ gehalten, dass sich die Neuenrader Moscheegemeinde in der Auseinandersetzung mit der Stadt wegen des Grundstückgeschäfts Hilfe bei Ibrahim El Zayat und dessen Moscheebau- und Unterstützungsverein geholt hatte.

Hier setzt Griesenbruch ihre Kritik an: „Herr Hantelmann kann also nachvollziehen, dass sich der Moscheeverein einen Islamisten ins Boot holt. Aber wenn wir uns als Bürgerinitiative zur Unterstützung einen deutschen Staatsbürger zu Hilfe holen, der (. . .) verurteilt wurde, weil er mit aller Vehemenz die Wahrheit sagt und diese auch noch belegen kann (. . .), werden wir angegriffen. Und das wahrscheinlich nur, weil es Politiker nicht vertragen können, wenn sich Widerstand im Volk gegen ihre Beschlüsse regt. Kritik von Bürgern ist ja scheinbar nicht mehr erwünscht.“

Auch mit Aussagen von Bürgermeister Wiesemann ist Griesenbruch nicht einverstanden. Wiesemann habe der Bürgerinitiative unterstellt, sie schüre Hass und unternehme den Versuch, die Gesellschaft zu spalten. Dagegen wehrt sich Griesenbruch: „Das ist der Gipfel der Unterstellungen. Ich habe beim Unterschriftensammeln die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger mit diesem Moscheebau so nicht einverstanden sind. Wenn ich das hochrechne, sind es mindestens zwei Drittel. Die Menschen sagten auch, dass sie sich selbst nicht trauen, das Thema anzusprechen. Hier greift die Angst, dass man in die rechte Ecke gestellt wird, weil man eine vom Mainstream abweichende Meinung vertritt! Das ist die mittlerweile üblich gewordene ‘Abstrafung’ Andersdenkender.“

Die Bürgerinitiative wolle informieren, keinen Hass schüren. Die Spaltung der Gesellschaft habe die Neuenrader Politik selbst verursacht. „Alles wurde mal wieder nur still und heimlich beschlossen, anstatt sich in echter Transparenz den Bürgern gegenüber zu üben. Richtig wäre es gewesen, mit einer Bürgerversammlung anzufangen, als die Verträge noch nicht unterzeichnet waren.“

Zwei Kundgebungen

Die Bürgerinitiative hat für heute, 17 Uhr, den Islamgegner Michael Stürzenberger auf den Schulhof der Burgschule eingeladen. Bei der Kreispolizeibehörde ist von Neuenrader Privatleuten ein Antrag auf eine Gegenkundgebung gestellt und genehmigt worden. Die Kreispolizei rechnet mit insgesamt 120 bis 150 Teilnehmern

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