Gemütlicher Umtrunk und ansprechende Budenstadt

Traditionell läutet der Hüttenzauber am Samstag den Affelner Weihnachtsmarkt ein. Gute Stimmung war garantiert.

AFFELN - Die Ereignisse überschlugen sich förmlich am Wochenende in Affeln. Eine Veranstaltung „jagte“ die nächste. Zunächst wurden am Samstagnachmittag die Lichter des Maibaums in der Dorfmitte eingeschaltet – sie lassen den Baum nun in feierlichem Glanz erstrahlen.

Von Andrea Michels

„Das ist seit vielen Jahren Tradition“, erklärte Ortsvorsteher Josef Hochstein. Gleichzeitig wurde der Hüttenzauber eingeläutet, bei dem sich die Bewohner aus Affeln und den umliegenden Dörfern zum gemütlichen Umtrunk trafen. Während die Kinder im Rindenmulch Spaß hatten, indem sie Burgen bauten oder sich eingruben, konnten sich die Erwachsenen an den verschiedenen Hütten innerlich wärmen – mit rotem oder weißem Glühwein, Schneegestöber, heißer Liebe oder dem Zaubertrank von „Druide Miraculix“, der diesen auch persönlich zubereitete. „Es ist ein familiäres Geheimrezept und wird nicht preisgegeben“, betonte der „Druide“, der den ganzen Abend in seinem Kupferkessel rührte und den Trank immer wieder verfeinerte.

Auch der Skiclub aus Altenaffeln hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen: Bei einem Schätzspiel sollte erraten werden, welches Gewicht ein Paar Ski auf die Waage bringen. Der Gewinner, der 3800 Gramm geschätzt hatte, bekam zehn Schnäpse ausgeschenkt. In der Mitte des Platzes loderte ein Feuer und die Stimmung war fröhlich und hielt bis in die späten Abendstunden an.

Am Sonntagmorgen um 11 Uhr eröffnete dann der Weihnachtsmarkt in Affeln. Den nutzten viele Besucher, um sich auf die Adventszeit einzustimmen. In kleinen gemütlichen Holzhütten standen diverse weihnachtliche Artikel zum Verkauf. So konnten unter anderem liebevoll dekorierte Adventsgestecke, Strickwaren, diverse Handarbeiten, Schmuck, selbstgemachte Marmeladen, Liköre und verschiedene Gewürze erworben werden. Ein absoluter Höhepunkt, vor allem für die Kinder, waren die Schnitzarbeiten mit der Kettensäge, die Claudia Grote ausstellte – unter anderem fertigte sie einen lebensgroßen Eselskopf. Die hungrigen Marktbesucher konnten sich mit Brutzelfleich, Bauernomelett, Erbsensuppe oder mit Waffeln und süßem Weihnachtsgebäck stärken. Für die Liebhaber des Ungewöhnlichen gab es Pferdewurst und Senf in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Der Männergesangverein Liederkranz begleitete das Geschehen mit weihnachtlichen Liedern. Für die Kinder kam am Nachmittag der Nikolaus. Er hatte Adventskalender dabei – ein gelungener Auftakt zum ersten Advent.

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