Gemeinschaftsschule: In den Startlöchern

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Großes Interesse an der modernen Gemeinschaftsschule. ▪

NEUENRADE ▪ Das lässt sich gut an: Über 50 Eltern haben sich bereits in die Liste für die Anmeldetermine zur neuen Gemeinschaftsschule eingetragen. Dabei ist die Anmelderunde für die Schule erst in der kommenden Woche. Mindestens 69 Anmeldungen sind nötig, um die in der weiteren Umgebung bislang konkurrenzlose Schulform in Neuenrade ans Laufen zu bringen.

Nicht ohne Stolz verweist Dierk Rademacher vom Neuenrader Schulamt auf das „topmodernes Bildungsangebot“, welches sich am Ort etablieren soll. Dafür hat man sich seitens des Schulträgers alle Mühe gegeben. „Schließlich“, so Rademacher, werben wir auch um den Verbleib unserer Kinder in Neuenrade“. Doch es sind offenbar nicht nur Neuenrader Eltern, die sich hier für die neue Schule, welche alle Möglichkeiten bietet, interessieren. Rademacher berichtete von Anrufen aus den umliegen Gemeinden und Städten. Nicht nur am Tag der offen Tür hätten sich etliche Eltern und Kinder zum Beispiel aus Altena-Dahle für die geplante Gemeinschaftsschule interessiert. Doch Lippenbekenntnisse nützen nichts. Es zählt nur, wieviele Kinder in der nächsten Woche angemeldet werden.

Anmeldungen zur Aufnahme der Grundschulabgänger in die drei Klassen der Jahrgangsstufe 5 der Gemeinschaftsschule werden zwischen Montag und Freitagmittag in der Burgschule des Grundschulverbundes Neuenrade angenommen. Um eben Wartezeiten zu verhindern, besteht Gelegenheit, sich in eine Liste einzutragen. Die führt das Sekretariat (Tel. 02392/62464).

Eine Reihe von Fragen werden immer wieder an Schule/Verwaltung herangetragen. Dabei geht es um das Thema „gymnasialer Standard“. An diesen orientiert sich der Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6. Auf diese Weise soll den Schülern der höchste für sie erreichbare Abschluss ermöglicht, soll von Beginn an die Anschlussfähigkeit an die gymnasiale Oberstufe abgesichert werden. Unterrichtet werden die Kinder von Lehrern für das Gymnasium, Realschule und Hauptschule. „In den Jahrgängen 5 und 6 der Gemeinschaftsschule wird das gemeinsame Lernen der Grundschule mit der sogenannten Binnendifferenzierung fortgeführt“, heißt es in einem Schreiben der Verwaltung. Das Abitur kann in Kooperation mit dem Burggymnasium Altena dort erworben werden. Schon bei der Anmeldung erhalten die Eltern Klarheit darüber, unter welchen Bedingungen ihr Kind nach der Klasse 10 zum „BGA“ möglichst sanft wechseln kann.

Ab Klasse 7 werden zudem dann die Lehrpläne der jeweiligen Schulformen berücksichtigt, damit alle Schüler den am besten auf sie zugeschnittenen Abschluss erhalten können.

Zudem wird mit Neuenrader Arbeitgebern enger Kontakt gehalten, um den Kindern entsprechend ihren Neigungen das erforderliche Rüstzeug für eine Ausbildung zu ermöglichen. Der Arbeitgeberverband habe schriftlich seine Zusammenarbeit mit der neuen Schule zugesichert, heißt es in einem Schreiben der Schulverwaltung. Handwerksbetriebe, Einzelhandel und Industrie würden motivierte Jugendliche für Ausbildungsberufe ohne Abi als Zugangsvoraussetzung suchen. ▪ Peter von der Beck

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