Gemeinschaftsschule soll Schulstandort sichern

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Die Zukunft des Schulstandorts Niederheide stand am Dienstagabend in einer Sondersitzung des Rates auf der Tagesordnung. ▪

NEUENRADE ▪ Die Zukunft des Schulstandorts Niederheide stand am Dienstagabend auf der Tagesordnung der Sondersitzung des Rates. Diskutiert wurde über den Beschlussvorschlag der Verwaltung, eine Gemeinschaftsschule zu schaffen.

Hintergrund ist, dass die Gertrudenschule nicht mehr die Anmeldezahlen an Schülern erreicht, die ihren Bestand sichert. Doch der Schulstandort soll erhalten bleiben – darin waren sich alle Fraktionen einige; entsprechend fiel die Abstimmung aus.

Der Rat beschloss einstimmig, das Schulangebot in Neuenrade so zu gestalten, dass alle Kinder bis Klasse 10 eine Gemeinschaftsschule besuchen können, die anschließend bei entsprechender Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt. „Mit dieser Schule, die wir alle wollen, läuft die Gertrudenschule dann aus“, wollte Volker Grünberg, Leiter der Gertrudenschule und CDU-Ratsmitglied, deutlich verstanden wissen, dass hier eine neue Schulform geschaffen wird. Die künftige, neue Schule wird demzufolge auch einen anderen Namen tragen.

Des Weiteren wird die Verwaltung mit den infrage kommenden Schulen in den Nachbarstädten Kooperationsmöglichkeiten für die gymnasiale Oberstufe prüfen. Als nächsten Schritt wird, unter Einbeziehung von Gutachtern, die erforderliche Schulentwicklungsplanung und ein pädagogisches Konzept für eine Gemeinschaftsschule erarbeitet. Erst dann kann ein Antrag auf „Genehmigung eines Schulversuches Gemeinschaftsschule“ an die NRW-Schulministerin erfolgen. Hier sei zügiges Handeln gefragt, so Bürgermeister Klaus Peter Sasse, weil keiner wisse, wie lange dieses Handlungsfenster angesichts der eher labilen politischen Situation noch offen sei. „Deshalb versuchen wir alles, um für das nächste Schuljahr bereit zu sein.“

Die Gemeinschaftsschule soll folgende Standarts beinhalten: Sie wird eine vollständige Schule der Sekundarstufe I. Gymnasiale Standarts sowie Gymnasiallehrer sind verbindlich. Die Klassenstärke beträgt 23 Schüler; pro Jahrgang gibt es drei Klassen. Des Weiteren müssen Oberstufen-Kooperationen aufgebaut werden. Die Lehrkräfte aus der Vorgängerschule können übernommen werden. Außerdem ist zu beachten, dass der Unterricht in Klasse 5 und 6 in integrierter Form stattfindet. Anschließend kann nach schulformspezifischen Bildungsgängen getrennt unterrichtet werden.

Für den Verfahrensablauf mit entscheidend ist aber auch die Ermittlung des Elternwillens. „Es muss ein gutes Konzept vorgestellt werden, um auch die Eltern überzeugen zu können“, so Andreas Becker, FWG-Vorsitzender und Schulausschuss-Vorsitzender. ▪ sr

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