Gemeinschaftsschule: Bedarf ist noch höher

Symbolfoto.

NEUENRADE ▪ 83 Anmeldungen - das ist der letzte Stand der Dinge. Doch nur 75 Kinder dürfen. Das ist die Maximalgrenze für die dreizügig angelegte Gemeinschaftsschule. Und so musste der Schulträger gestern Absagen mit der Post hinausschicken.

Das traf in erster Linie die Auswärtigen Kinder, welche von ihren Eltern angemeldet worden waren. Denn nach einem Erlass des Schulministeriums sollten Neuenrader Kinder dann bevorzugt werden. Absagen erhalten die Erziehungsberechtigten vor allem aus den Nachbarstädten.

Abgelehnt werden zwei Kinder als Altena, je ein Kind aus Balve und Iserlohn und ein Kind aus Lüdenscheid. Eine Anmeldung für ein Kind aus Neuenrade wurde zurückgezogen. Unter dem Strich waren es dann 76 Neuenrader Kinder, eins zuviel. Hier musste die Verwaltung dann „leider zum Losverfahren“ greifen.

Schweren Herzens musste den Eltern dieses Kindes dann eine Absage geschickt werden. „Das tut uns sehr leid, sagte Schulamtschef Dierk Rademacher.

Unter den Anfängern der neuen Gemeinschaftsschule befinden sich auch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Mit den Anmeldungen ist die letzte formelle Hürde für die Gemeinschaftsschule genommen, das entsprechende Protokoll wurde an die Schulaufsicht geschickt. Dass man genug Anmeldungen bekommen hat, ist nicht unbedingt selbstverständlich, sagte Rademacher. Er wusste von dem Schulprojekt in Sprockhövel zu berichten, das an den Anmeldezahlen gescheitert war. Wie dem auch sei. Dierk Rademacher ist froh, dass das alles einen guten Abschluss gefunden hat. „Ich bin seit mehr als 37 Jahren in der Stadtverwaltung und so eine Bewegung, wie für dieses Projekt, habe ich in der Zeit nicht erlebt“

Jetzt geht es weiter: Die Schule benötigt eine gute pädagogische Mannschaft. Rademacher schätzt, dass sieben Pädagogen für die Schule benötigt werden. ▪ vdB

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