Gemeinschaftsschule: Antrag bis Dezember fertig

NEUENRADE ▪ „Wir stellen unter allen Beteiligten eine gewisse Aufbruchstimmung fest.“ Dierk Rademacher, Hauptamtsleiter, ist begeistert von dem Enthusiasmus, mit dem am Vorhaben, zum kommenden Schuljahr eine Gemeinschaftsschule auf der Niederheide anbieten zu können, gearbeitet wird. Der einstimmige Ratsbeschluss am Dienstag machte den Weg frei für die konkrete Ausarbeitung des Konzepts. „Anfang Dezember muss der Antrag beim Schulministerium vorliegen“, weist Rademacher auf den engen Zeitplan hin.

Zunächst machte der Hauptamtsleiter deutlich, dass sich im Fall eine Realisierung für die aktuellen Schüler der Hauptschule nichts ändern werde. „Wir werden übergangsweise zwei Schulen laufen haben. So lange bis der letzte Jahrgang der Hauptschule ausläuft.“

Momentan erarbeitet die Verwaltung einen Schulentwicklungsplan, der voraussichtlich im Schul- und Sportausschuss Anfang November, spätestens aber Anfang Dezember beschlossen wird. Parallel dazu wird derzeit ein pädagogisches Konzept für die neue Gemeinschaftsschule erarbeitet. Neben der Leiterin der Burgschule Christa Sacher, dem Leiter der Hauptschule Volker Grünberg, sowie seinem Konrektor Hans-Jürgen Stracke sind externe Experten mit dieser Aufgabe betraut. „Unter ihnen sind Personen, die Lehrbefähigungen für die Haupt- und Realschule sowie für das Gymnasium mitbringen“, ergänzt Rademacher. Zudem müsse noch ein Raumkonzept für die neue Lehreinrichtung erstellt und, als einer der wichtigsten Punkte, die Elternschaft über die neue Schulform informiert werden. „Bereits Ende Oktober/Anfang November soll ein erster Informationsabend für Eltern stattfinden“, sagt Rademacher. Dem werden aber noch weitere Veranstaltungen folgen, versichert der Hauptamtsleiter. Ein umfangreicher Informationsfluss zu den Eltern ist notwendig, um sie vom neuen Konzept zu überzeugen. Außerdem ist eine Interessens-Quote von mindestens 70 Prozent für den weiteren Antrags-Verlauf notwendig.

Als eine weitere hohe Hürde bezeichnet Rademacher die Absprache mit weiterführenden Schulen der Nachbarstädte. „Wir dürfen mit unserem Angebot keine Schule in den Nachbarstädten in ihrer Existenz gefährden“, weiß Rademacher. Das, so meint er, werde aber sicherlich nicht so sein.

Mit einer Entscheidung aus Düsseldorf rechnet die Verwaltung dann Anfang des kommenden Jahres. Fällt diese dann positiv aus, wird mit der Ausschreibung der Lehrerstellen sowie der des neuen Schulleiters begonnen. „Aus Arnsberg haben wir die Aussage, dass wir hinsichtlich der Lehrerzuweisung keine Probleme bekommen sollten“, konnte Rademacher bereits berichten. ▪ sr

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