Biounterricht im Schulwald

Wie anstrengend es ist, Bäume umzupflanzen, mussten die Schüler beim Freiluftunterricht feststellen. - Foto: Weiland

Neuenrade - Eine besondere Biostunde hatten am Montag 42 Siebtklässler der Gemeinschaftsschule – und auch eine besonders arbeitsintensive: „Mensch ist das anstrengend – ich krieg die Wurzel nicht durch!“ Bewaffnet mit Spaten hatten sich die Schüler gemeinsam mit ihren beiden Lehrern Marco Schmidt und Anke Römer auf den Weg zur Waldschule gemacht.

Dort gruben sie unter dem fachmännischen Blick von Elmar Gawron und mit vollem Körpereinsatz die größten Bäumchen aus, um sie einige hundert Meter weiter im Schulwald wieder einzupflanzen. In den kommenden Wochen stehen regelmäßige Ausflüge in den Wald auf ihrem Stundenplan: In der Waldschule pflanzen sie die Ahorne, Lärchen, Fichten und Buchen von einem Beet ins nächste, bringen die größten in den Wald, wo sie noch größer werden können und lernen, wie sie weiter gepflegt werden.

„Im Unterricht thematisieren sie, welche Baumarten es gibt – hier im Wald gibt es dann den praktischen Teil“, erklärt Elmar Gawron, der das Projekt koordiniert. Bisher hatte sich der städtische Arbeitskreis „Naturlehrpfad“ um die Pflege der Waldschule gekümmert – nun sollen die Schüler diese Arbeit weitestgehend übernehmen. So haben beide Seiten etwas davon: Die Schüler können das, was sie im Unterricht gelernt haben, gleich in die Tat umsetzen und so ganz nebenbei auch dem Wald helfen. - lw

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