Von Gemeinschaft wenig zu spüren

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Mit 250 Gottesdienstbesuchern war die Pfingstmesse im Rahmen der Sternwallfahrt relativ schwach besucht.

Küntrop - Nur ein überschaubare Anzahl von Gläubigen nahm an diesem Pfingsgottesdienst des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal teil. Gleichwohl: Schön war die Freiluftmesse am Pfingstmontag unter der „Motte“, dem Wahrzeichen von Küntrop. 

„Ein ungewöhnlicher Ort“, sagte dazu Pastor Wilhelm Grothe, Hauptzelebrant der Messfeier mit den anderen Geistlichen vom Pastoralverbund Balve-Hönnetal.

Auf einem Lastwagen war der Altar aufgebaut, daneben saßen in einem Zelt die Musiker vom Musikverein Balve. Und davor hatten etwa 250 Gläubige Platz genommen – angesichts der in den vergangenen Jahren um die 1000 bei den jährlich wechselnden Messfeiern im Wocklumer Reitstadion und der Firma Jost eine sehr überschaubare Anzahl.

Drei Kommunionskinder

Sieben Fahnenabordnungen aus dem Pastoralverbund nahmen am Pfingstmontag teil, von den Kommunionkindern waren drei anwesend. Warum sich die Beteiligung diesmal so sehr in Grenzen hielt, darüber kann nur gerätselt werden. Aber schon in den Pfarrnachrichten war angedeutet worden, dass der Pfingstmontag 2018 anders verlaufen würde. Weder eine Fußwallfahrt, noch ein Bustransfer wurden angeboten. Für Fahrgelegenheiten sei selbst zu sorgen.

Optimistisch wurde im Pfarrbrief außerdem darauf hingewiesen, dass Parkplätze an der Schützenhalle nur in begrenzter Zahl vorhanden seien. Der Parkraum vor Ort wies auch bei Beginn der Messfeier noch genügend freie Kapazitäten aus.

Würdevoller Ablauf der Messe

Am Ablauf der Messe, die unter dem Motto „Der Geist eint alle Völker und Sprachen“ stand, jedenfalls kann es nicht gelegen haben, denn dieser war in jeder Weise würdevoll. In Anlehnung an den Turmbau zu Babel versuchten die anwesenden Kinder, aus einem Gewirr von Kartons einen großen Turm zu bauen. Doch Windböen ließen das Gemeinschaftswerk zusammenbrechen. „Das ist nicht so einfach“, bestätigte Pastor Wilhelm Grothe. Den Turm als Lebenswerk betrachtend, betonte er: „Wenn wir aber mit Gott einen Turm bauen, haben wir Jemanden an unserer Seite, der uns hilft dabei.“

Picknick-Angebot zieht nicht

Nach etwa einer Stunde war die Messfeier vorbei – der Malteser Hilfsdienst, der nicht nur mit einer Fahnendelegation, sondern auch mit zwei Einsatzkräften vor Ort war, hatte einen ruhigen Tag. Das Angebot zu einem gemeinsamen Picknick, zu dem vorab jeder etwas beitragen sollte, wurde nur von wenigen angenommen. Und auch die „Motte“ war geöffnet, und konnte gegen eine kleine Gebühr besichtigt werden. Es zeichnete sich aber ab, dass der größte Teil der Besucher unmittelbar nach der Messe wieder nach Hause fuhr, so dass von der beschworenen Gemeinschaft wenig zu spüren war.

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