Gemeinsamer Nachmittag zum Abschluss

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Die Kinder genossen den geselligen Nachmittag in der Kita Krümelburg.

NEUENRADE - Im August 1997 fand die Eröffnung der Kita Krümelburg an der Niederheide statt. Ende kommender Woche ist dann nach 16 Jahren endgültig Schluss für die Erziehungseinrichtung der Stadt. Am Freitagnachmittag hatte das sechsköpfige Erzieherinnen-Team um Leiterin Claudia Krüper für ein paar gesellige Stunden eingeladen.

Von Markus Jentzsch

Auf eine offizielle Ansprache verzichtete Claudia Krüper. Viel hätte es wohl ohnehin nicht mehr zu sagen gegeben. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Die Kinderzahlen sind rückläufig, gleichzeitig boomt die Gemeinschaftsschule und benötigt dringend weitere Räume. 15 Jahre lang bot die Kita zwei Gruppen für etwa 50 Kinder an. Aktuell ist nur noch eine Gruppe mit 25 Kindern in der Krümelburg „zuhause“. Zehn Kinder gehören zu den „Maxis“, wechseln also nach den Sommerferien in die Schule. Die restlichen zehn Kinder verteilen sich auf die anderen Kitas in Neuenrade und den Nachbarorten. Die Idee, dass die 15 Kinder als geschlossene Gruppe in die erweiterte Kita St. Georg nach Küntrop wechseln, ist überholt. Auch die Erzieherinnen verteilen sich auf andere Einrichtungen im Stadtgebiet, haben ihre Jobs aber behalten. Claudia Krüper und ihr Team verlassen ihre Einrichtung mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Es geht weiter. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagt Krüper, die zusammen mit einer Kollegin in die Kita Sausebraus wechseln wird.

Etwa vor einem Jahr machte die Information die Runde, dass die Tage der Kita Krümelburg gezählt seien. Für Claudia Krüper wahrscheinlich ein schwarzer Tag, gehört sie doch im Gegensatz zu ihren Kolleginnen zum Erzieherinnen-Team der ersten Stunde. 2010 hatte sie die Leitung von Brigitte Danisch übernommen.

Der Stadtverwaltung müsse sie danken, hätten die zuständigen Sachbearbeiter doch stets ein offenes Ohr gehabt. „Die Stadt hat unsere Wünsche berücksichtigt“, sagt Krüper mit Blick auf die neuen Arbeitsstellen des Teams. Eine Abschlussfeier wäre irgendwie unangebracht gewesen. Deshalb veranstalteten die fünf Erzieherinnen und eine Praktikantin einen geselligen Nachmittag. „Wir wollten Zeit für die Kinder und die Eltern haben“, erklärte die Kita-Leiterin.

Während am Freitag alle Kinder und Eltern eingeladen waren, steht am kommenden Donnerstag noch eine Abschlussfahrt für die Maxi-Kinder auf dem Programm. Den Potts-Hof in Allendorf wird die Gruppe ansteuern, ehe Freitagmittag endgültig die Schlüsselübergabe stattfinden wird.

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