Gemeinsam kochen verbindet

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Einen Klassiker von der türkischen Speisekarte kochten die beiden Frauengruppen „Die Silberdistel“ und „Karma“ zusammen – Türkische Pizza. Gemeinsam stellten sie fest: Die türkische Küche ist mindestens so abwechslungsreich wie die deutsche.

Neuenrade - Rege Betriebsamkeit und heiteres Geschwatze bestimmte den Donnerstagabend in der Schulküche der Gemeinschaftsschule. Die Seniorengruppe „Die Silberdistel“ und die türkische Frauengruppe „Karma“ hatten sich getroffen, um „den Kochlöffel zu schwingen“.

Schon seit einiger Zeit laden sich die beiden Gruppen im Wechsel ein, verbringen ein paar gesellige Stunden zusammen, genießen die Gemeinschaft und leben die Integration. So war es jetzt nur logisch, dass nach einem deutschen Kochabend mit genussvoller Verköstigung türkische Spezialitäten auf den Tisch kamen, die ebenso zum Schlemmen einluden.

Serviert – beziehungsweise gemeinsam gekocht – wurde ein echter Klassiker der türkischen Küche: Die türkische Pizza mit dem typischen, knackig-frischen Salat und Süßspeisen, die eine „Sünde“ wert waren.

„Die Gewürze bringen‘s“, erklärten die Frauen, wie der bekannte Geschmack der türkischen Pizza „hingekriegt“ wird. Chili und Kreuzkümmel sorgen für den orientalischen Flair auf der Zunge – und natürlich Knoblauch. Nicht zu vergessen das Tomaten- und Paprikamark. Vor allem an Letzteres ist nur schwer „dranzukommen“, wie die Kochgemeinschaft weiß. Für türkische Gerichte ist es allerdings ein Muss.

Doch sind diese fünf Zutaten noch lange nicht alles, was die türkische Küche zu bieten hat. „Sie ist mindestens so abwechslungsreich, wie die deutsche“, erklären die Frauen und erzählen von den regionalen Unterschieden von Nord nach Süd und von West nach Ost. „Im Süden wird mehr mit Bohnen, Kohl, Mais und Fisch gekocht. Im Norden gibt es mehr Fleisch und Maisbrot, im Westen mehr Grün mit Olivenöl.“

So bieten also beiden Kochkulturen noch reichlich Gerichte, die in der großen Gemeinschaft ausprobiert werden könnten. Doch die Frauen wollen definitiv nicht nur hinterm Herd stehen, wie sie sagen. Schließlich gibt es noch zahlreiche Aktivitäten mehr, die gemeinsam unternommen werden können. Ideen haben sie genug, um sich zu treffen.

Von Susanne Jentzsch

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