1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

„Gemeinsam für die Kinder der Stadt“: Experten gründen neuen Verein

Erstellt:

Von: Maximilian Birke

Kommentare

Die Gründungsmitglieder des neuen Visionswerks e.V. sind (von rechts) Nina Kersting-Dunker, Tanja Heidemann, Klaus Giljohann, Jennifer Kraus, Dieter Kuhlo-Schöneberg, Kerstin Braselmann, Ira Valsamidou. Komplettiert wird das Team von Kristian Hamm, der aus Krankheitsgründen an der Gründungsversammlung nicht teilnehmen konnte.
Die Gründungsmitglieder des neuen Visionswerks e.V. sind (von rechts) Nina Kersting-Dunker, Tanja Heidemann, Klaus Giljohann, Jennifer Kraus, Dieter Kuhlo-Schöneberg, Kerstin Braselmann, Ira Valsamidou. Komplettiert wird das Team von Kristian Hamm, der aus Krankheitsgründen an der Gründungsversammlung nicht teilnehmen konnte. © Birke, Maximilian

Mit geballter Kompetenz neue Ideen und Lösungen für die Kinder und Jugendlichen finden: Das ist der Gedanke hinter dem sogenannten Visionswerk, welches in der Hönnestadt neu gegründet wurde.

In der vergangenen Woche kamen die Gründungsmitglieder des Vereins erstmals in der Kindertagesstätte Villa Mittendrin zusammen.

„Unser Gedanke war, alle Neuenrade Träger von Kinder- und Jugendeinrichtungen an einen Tisch zu bringen“, erklärte Nina Kersting-Dunker, Geschäftsführerin der Villa Mittendrin gGmbH. Es gehe darum, gemeinschaftlich neue Ideen zu entwickeln, bei der Lösung von Problemen voneinander zu profitieren und wichtige Themen im sozialen Bereich voranzutreiben. Egal ob Betreuungskonzepte, die Instandhaltung von Gebäuden oder Organisation von Essensangeboten – es gebe viele Themen, die sich in Schulen und Kitas in verschiedener Form wiederfinden. Erfahrungen sollen hier eingebracht werden. „Das kann vom gegenseitigen Ausheulen bis hin zum gegenseitigen Befruchten im Sinne von Ideen gehen“, sagte Klaus Giljohann, Geschäftsführer der Freien Waldorfschule. Wie Nina Kersting-Dunker gehört auch er zum Vorstand des neuen Vereins. Tanja Heidemann (pädagogische Leitung der Villa Mittendrin gGmbH) und Kristian Hamm (Geschäftsführer der Sentiris gGmbH, die die neue Kita an der Straße In der Hönne betreibt) komplettieren das Führungsquartett. Wichtig ist den Verantwortlichen: Sie kommen zwar mit ihrem jeweiligen Berufshintergrund in den Verein, tätig sind sie und alle weiteren Mitwirkenden dort aber ausdrücklich als Privatpersonen.

Noch keine konkreten Projekte

Welche Projekte konkret angegangen werden, steht bislang nicht fest. Bei einem nächsten Treffen werde man ein Brainstorming veranstalten, „bei dem es darum gehen soll, dass jeder seine Best-Practice-Erfahrungen (bestmögliche bereits erprobte Methoden) und seine Problemstellungen einbringen kann“, erklärte Giljohann weiter. Idealerweise werde es bei diesem Treffen bereits erste Lösungsansätze geben, die man in der Gruppe entwickelt. Größere Themen werden die Mitglieder dann gemeinschaftlich weiter beschäftigen.

Die Idee zur Gründung des Vereins sei den neuen Vorstandsmitgliedern zufällig und mehr oder minder zeitgleich gekommen, berichtete Nina Kersting-Dunker. „Wir wollen etwas bewegen und die Chemie zwischen den Partnern stimmte einfach.“

Gemeinsam entwickeln und vorantreiben

Zusammentreffen werde man nach den Bedürfnissen der Mitglieder gestalten, so Klaus Giljohann. „Da ist vom ,Stammtisch’ für einen kurzen Informationsaustausch bis hin zu Workshops für Spezialthemen alles möglich.“ Zu Berücksichtigen ist unter anderem, dass jetzt mehrere Geschäftsführer vertreten sind, deren zeitliche Ressourcen mitunter eingeschränkt sein können. Einen regelmäßigen Austausch soll es aber in jedem Fall geben, wie auch immer der dann konkret aussehen wird.

Die langfristige Ausrichtung des Vereins wird ebenfalls Bestandteil kommender Sitzungen sein. Von ihr hängt ab, wer im weiteren Verlauf zur Arbeitsgruppe hinzustoßen könnte. Momentan sind vor allem die Bildungseinrichtungen vertreten, die sich im Visionswerk austauschen und vernetzen. „Grundsätzliche sind wir aber offen in alle Richtungen“, betonte Kersting-Dunker. „Es geht uns im Kern darum, mit Menschen zusammenzukommen, die Lust haben, Ideen zu entwickeln und etwas voranzutreiben.“ Vorstandsmitglied Tanja Heidemann sagte: „Wir wollen weg vom Konkurrenzdenken, hin zur Kooperation – gemeinsam für die Kinder der Stadt.“

Auch interessant

Kommentare