Gemeinderat

Stadt Neuenrade wartet auf Gewerbesteuer

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Neuenrade - Kämmerer Gerhard Schumacher schien ein bisschen beunruhigt. Die Gewerbesteuer-Eingänge sind noch nicht so, wie das ursprünglich für den aktuellen Haushalt geplant war.

Rund 600.000 Euro fehlen noch, damit das Plansoll erfüllt wird. Mit 7,9 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen hatte Schumacher kalkuliert, 7,3 Millionen Euro sind bis dato allerdings erst eingetrudelt.

Der Kämmerer wies im Rahmen der Ratssitzung allerdings auch darauf hin, dass für 21 namhafte Gewerbesteuerzahler bislang noch die Veranlagungen fehlen würden. Sprich – die Unternehmen hätten ihre Unterlagen beim Finanzamt noch nicht eingereicht. Da müsse man warten.

Passiere da nichts, werde man gezwungen sein, den Kontokorrentkredit zur Liquiditätssicherung anzuheben. Und das kalkulierte Defizit (760.000 Euro für 2017) erhöht sich dann eben auch entsprechend.

Die Kreisumlage wird wohl sinken

Was die zukünftige Entwicklung anbelangt, so gestaltet sie sich, zumindest was die Verpflichtungen für den Märkischen Kreis angeht, eher positiv. So konnte Gerhard Schumacher verkünden, dass sich die Kreisumlage (welche die Stadt für Dienstleistungen des Kreises zahlen muss) wahrscheinlich deutlich verringern werde.

Hintergrund sind auch die enormen Mehreinnahmen, welche der Kreis am langen Ende auch durch die boomende Wirtschaft generiere. Zudem werde wohl die Landschaftsverbandsumlage (LWL) gesenkt.

Von all dem profitiere eben voraussichtlich auch die Stadt Neuenrade. Das hat der Kämmerer jüngst auf einer Tagung mit Kollegen erfahren. Dazu wurde auch schon ein Eckdatenpapier verschickt.

Abschaffung des Kommunal-Soli

Trotz der Tatsache, dass Neuenrade für die differenzierte Kreisumlage (bezahlen Städte ohne eigenes Jugendamt) mehr zahlen muss und eine Nachzahlung fällig wird, bleiben am Ende geschätzte 450.000 Euro weniger, die die Stadt dann an den Märkischen Kreis überweisen muss.

Der Kämmerer wies zudem darauf hin, dass erfreulicherweise ja nun auch der Kommunal-Soli abgeschafft werde. Die Stadt spare so auch noch mal 45.000 Euro.

Auf der anderen Seite gibt es wiederum weniger Einnahmen beim Einkommensteueranteil und Mehreinnahmen beim Mehrwertsteueranteil. Unter dem Strich, so Schumacher, bedeute das eben geschätzte 50.000 Euro weniger für die Stadtkasse.

Von Peter von der Beck

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