Gemeinde St. Lambertus kann ein Gebäude nicht mehr halten

Das Pfarrhaus (Vordergrund) oder das Pfarrheim (hinten) könnten vermietet oder sogar verkauft werden. Den Unterhalt beider Gebäude kann sich die Gemeinde langfristig nicht leisten.

AFFELN - Der Kirchenvorstand St. Lambertus Affeln bemüht sich um die Vermietung oder den Verkauf des Pfarrhauses oder des Pfarrheimes. „Aus Kostengründen ist es für unsere Kirchengemeinde langfristig gesehen finanziell nicht möglich, sowohl das Pfarrhaus, als auch das Pfarrheim zu halten“, heißt es in einer Mitteilung im Pfarrbrief des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal.

Von Sebastian Berndt

Daniel Pohle, Geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstandes St. Lambertus Affeln, bestätigt das in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Zwei Gebäude zu unterhalten ist zu teuer.“ Zur Zeit überlege der Vorstand wie das Problem gelöst werden könnte.

Als denkbare Lösung sieht der Vorstand die Vermietung oder den Verkauf eines der Gebäude. Seit Auszug von Pastor Werner Spancken stehe das Pfarrhaus leer. Das Haus könne direkt vermietet werden, so Pohle. Aber auch der Verkauf oder die Vermietung des noch genutzten Pfarrheimes wäre möglich. Veranstaltungen, die bisher noch im Pfarrheim stattfinden, könnten dann im Pfarrhaus ausgerichtet werden.

Der Verkauf oder die Vermietung eines der beiden Gebäude stehe aber noch nicht fest, heißt es in der Mitteilung des Kirchenvorstandes. Dankbar wären die Verantwortlichen ebenso für alternative Lösungsvorschläge, um die Kosten für die Gebäude zu reduzieren.

Das Pfarrhaus diente bisher den Pastoren der Gemeinde St. Lambertus als Wohnhaus. Zuletzt hatte Pastor Werner Spancken in dem Gebäude gewohnt. Der Geistliche verließ aber im Sommer 2012 die Pastoralverbände Oberes Hönnetal und Balver-Land, um im Raum Meschede seelsorgerisch tätig zu sein. Einen Nachfolger gibt es bisher nicht.

Gebaut wurde das Pfarrhaus 1828. Die letzte Renovierung sei im Jahr 1987 erfolgt, dabei sei vor allem auf energetische Maßnahmen geachtet worden. Problematisch für eine Vermietung könnte die große Wohnfläche sein. Diese beziffert Daniel Pohle auf 235 Quadratmeter. Eine Aufteilung in mehrere Wohnungen sei kompliziert, da es nur einen Zugang gäbe. Daher sieht Pohle nur die Möglichkeiten an einzelne Mieter oder aber an eine Wohngemeinschaft zu vermieten. Das Pfarrheim ist mit 240 Quadratmetern nutzbarer Fläche ähnlich groß wie das Pfarrhaus. Dieses wird aber heute noch regelmäßig von der Gemeinde und anderen Veranstaltern, wie dem Deutschen Roten Kreuz, genutzt.

Miet- oder Kaufinteressenten hätten sich bisher noch nicht gemeldet, sagt Pohle.

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