Gelungene Festmischung beim Kompaniefest Unterstadt

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Tanzeinlagen gehörten zu den Hinguckern des Abends

Neuenrade -  Ein Schützenfest im Schnelldurchlauf, Harry Potter, das Märchen vom Aschenputtel und ein Spiel, das der König nicht gewinnen konnte: Dies sind nur einige der Höhepunkte, die das Kompaniefest der Unterstadt im Hotel Kaisergarten zu einem vergnüglichen Abend haben werden lassen.

 Dass die Spannung mit Händen zu greifen war, offenbarte André Jürgens mit einem Blick ‚auf diese modernen Sportuhren‘. „Mein Puls ist auf 110 und ich bin ein bisschen nervös“, bekannte der Moderator des Abends. Doch bevor das Programm so richtig losgehen konnte, begrüßte er mit Ehrenoberst Friedrich-Wilhelm Kohlhage, Oberst Björn Sip, Geschäftsführer Thorsten Lepke und dem evangelischen Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg die Ehrengäste des Abends.

Doch wo bitteschön blieb das Königspaar. Mit einem Seitenhieb, dass die Begrüßung in der Oberstadt auch gerne mal vergessen werde, wurden die amtierenden Regenten Thorsten und Tanja Kinkel von einer Tanzgruppe in den Saal geleitet. Diese ließ dann das vergangene Schützenfest in einer mitreißend choreographierten Abfolge von Tänzen Revue passieren.

Fest der Kompanie Unterstadt

Nach diesem furiosen Einstieg war die Bühne für Jens Gaude und Nina Rohrbach bereitet, die in der Tradition eines Waldorf und Statler den Abend mit zum Teil deftigen Kommentaren („Nichts reimt sich auf Uschi“) begleiteten und damit zu den einzelnen Programmpunkten überleiteten. In ihren Rollen gaben Sie das urlaubsreife Ruhrpott-Ehepaar, dass es sich im Sauerland auf einem Campingplatz gemütlich gemacht hatte, um das Geschehen zwischen „Fetenhits und Pilsbier“ zu begleiten. Bevor das Königspaar auf die Bühne gebeten wurde, brachten die Schützen der Unterstadt mit Asterix und Obelix ihre ganz eigene Version eines gallischen Dorfes auf die Bühne.

 Hier sei nur erwähnt, dass sich Presseoffizier Domenic Troilo seinem Schicksal, auf der Bühne geknebelt und gefesselt zu werden, entzog. Immerhin hielt sich der Stellvertreter ein Bild des Abwesenden vor sein Gesicht und blieb so unerkannt. Nach einem fetzigen Harry Potter-Rap, in dem Lord Voldemort die Oberhand behielt, und einer eigenwilligen Interpretation des Märchens vom Aschenputtel, war das Feld für Thorsten und Tanja Kinkel im wahrsten Sinne des Wortes bereitet. Sollte es doch um die Gartenarbeit gehen. Die Aufgabe: während Königin Tanja die Wahl des Werkzeugs oblag, musste König Thorsten wahlweise mit einer Ast-, Nagel- oder Gartenschere möglichst viele Grashalme schneiden. „Wenn ich mir deinem Rasen so anschaue, werde ich mich für die Nagelschere entscheiden“, so Tanja Kinkel.

 Gesagt, getan: der Gatte legte los und hatte so lange Zeit, wie das „Tequila Garten Trio“ aus Klaus Klüppelberg und Jürgen Holthenrich den Reinhard Mey-Klassiker „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“ spielte. Dass der König bei diesem Spiel nichts zu gewinnen hatte, dürfte dem Regenten selbst schnell klar geworden sein. Als Strafe musste er eine Runde auf dem Kindertraktor drehen. In der zweiten Partie ging es darum, (Kinkel-)Steine von einer Seite der Bühne auf die andere zu befördern. Doch auch die Grillzange brachte Thorsten Kinkel kein Glück: Strafrunde!

Die letzte Aufgabe sah einen Rollentausch vor. Diesmal musste Thorsten Kinkel aus Peitsche, Handschellen und einem Seil wählen. Als er zu den Handschellen griff, wurde ihm geraten, die Peitsche doch auch mitzunehmen. Was dann folgte, entzog sich den Blicken des Publikums durch einen überdimensionierten Zensur-Balken. Im Finale trafen dann die Unter- und Oberstadt in einem Spiel aufeinander. Klare Sache, wer gewann: Das Unterstadt-Team durfte sich über ein Fass Bier freuen.

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